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„Genau das würde er sich von einer Grand Tour wünschen“ – Giro d’Italia als ideale Strecke für Jonas Vingegaard ins Gespräch gebracht

Radsport
Jonas Vingegaard
Jonas Vingegaard geht als Titelverteidiger in den Giro d’Italia. Nach Einschätzung von Rúben Silva und Gavin Quinn sollte der Däne im kommenden Jahr nach dem zweiten Rosa Trikot greifen. Die beiden Experten haben im aktuellen CyclingUpToDate-Podcast die Route der Corsa Rosa analysiert und sehen darin ein Profil, das ihm liegt.
„Ich denke, Vingegaard sollte genau das tun, was er in diesem Jahr getan hat“, sagt Silva. „Er sah stark aus. Es wirkte, als stimme alles. Jonas Vingegaard hat jeden Grund, zu diesem Giro zu kommen.“ Ein flaches Zeitfahren über 37 Kilometer könnte ihn zwar Zeit kosten, falls ihn Fahrer wie Remco Evenepoel oder Paul Seixas herausfordern. Trotzdem liefert der Giro für Silva mehr Sicherheit als die zeitfahrlastige Tour de France.

Giro-Tour-Doppel als realistischer Weg

Silva hält die Kombination aus Giro und Tour für den besten Plan des Visma-Kapitäns. Vingegaards Chancen gegen Tadej Pogačar bei der Tour bewertet er skeptisch, seine Aussichten in Italien dagegen als real. „Er hat auch in diesem Jahr souverän gewonnen. Wenn die Startliste ähnlich aussieht, kann er das Rosa Trikot mit derselben Leichtigkeit holen. Die Strecke passt einfach zu ihm.“
Im Kampf gegen die Uhr sieht Silva den Dänen nicht mehr auf dem früheren Niveau. „Alles auf die Tour zu setzen, funktioniert nicht, weil er dort im Zeitfahren zu viel Zeit verlieren kann.“ Gegen Seixas und Evenepoel startet er bei der Grande Boucle deshalb mit einem natürlichen Nachteil. Beim Giro fällt dieser weg.

Sieben Bergankünfte, legendäre Pässe

„Beim Giro kann er gewinnen. Er hat die steilen Anstiege, die Höhe, die langen Belastungen und die Ausdauer. Die Abnutzungsschlacht kommt ihm perfekt entgegen“, erklärt Silva. Die Route bietet dafür reichlich Gelände: sieben Bergankünfte und Klassiker wie den Passo del Mortirolo, den Passo di Gavia und den Monte Zoncolan. Dort dürfte die Entscheidung um das Maglia Rosa fallen.
Auch Quinn sieht die Strecke als Vorteil. „Sie spielt Vingegaard in die Karten. So ein Rennen wünscht er sich bei einer Grand Tour.“ Der Giro-Sieg im vergangenen Mai habe gezeigt, dass der Däne auch abseits der Tour triumphieren kann.
Team Visma | Lease a Bike muss am Ende entscheiden und dabei auch die Konkurrenz im Blick behalten. Quinn zieht ein klares Fazit: „Wenn Pogačar nicht dabei ist und Vingegaard am Start steht, musst du ihn in dieser Form wohl als Favoriten bezeichnen. Selbst mit Seixas und Evenepoel im Feld.“
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