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Paul Seixas könnte zu den bestbezahlten Profis zählen – doch das französische Recht könnte ihm im Weg stehen

Radsport
Paul Seixas
Decathlon CMA CGM verlegt seine Unternehmenszentrale in die Schweiz und spart dadurch voraussichtlich Millionen Euro an Abgaben. Das französische Team will so seine finanziellen Möglichkeiten erweitern, um Star-Fahrer Paul Seixas über das Vertragsende 2027 hinaus zu halten. Doch ein Haken könnte die Rechnung gefährden.
Die Mannschaft hat ihre Geschäfte in den vergangenen Monaten nach Genf verlagert und dort registriert. Sportlich bleibt sie aber französisch: Das Performance Center in La Motte-Servolex steht weiterhin in Frankreich, und auch die UCI-Lizenz stammt weiterhin von dort.

Hunderttausende Euro Ersparnis pro Fahrer

Den größten Vorteil bringen die Sozialabgaben, die der Arbeitgeber für seine Fahrer zahlt. In Genf liegen sie typischerweise bei sechs bis zehn Prozent der Gehälter, in Frankreich dagegen bei 25 bis 30 Prozent. „Bei einem Millionengehalt macht der Unterschied pro Fahrer und Jahr mehrere Hunderttausend Euro aus“, erklärte Steueranwalt Jonathan Bensaid gegenüber Eurosport.
Decathlon CMA CGM
Für 2027 stehen 28 Fahrer im Kader. Entsprechend rechnet Decathlon mit einer Ersparnis von mehreren Millionen Euro pro Saison. Das Team gewinnt dadurch deutlich mehr Spielraum bei einer möglichen Vertragsverlängerung mit Seixas. Mit dem zusätzlichen Geld kann Decathlon zudem in den Gehaltsverhandlungen mit finanzstarken Konkurrenten besser mithalten.

Frankreich könnte den Plan durchkreuzen

Probleme drohen jedoch bei der sportlichen Identität und den Abläufen in Frankreich. Bensaid warnt: Sehen die französischen Behörden die Leitung und das Tagesgeschäft des Teams weiterhin im eigenen Land, behandeln sie Decathlon womöglich als französischen Arbeitgeber. „Bleibt die tatsächliche Führung in Frankreich, können die Behörden das Unternehmen als französische Einheit einstufen. Gilt das Performance Center als Betriebsstätte, wird es faktisch zum Arbeitgeber nach französischem Recht“, so der Anwalt.
Er zieht eine klare Linie: „Sportlich darf das Team französisch bleiben. Steuerlich und sozial liegt der ganze Sinn des Umzugs aber darin, nicht mehr französisch zu sein.“

Seixas weckt die Begehrlichkeiten der Topteams

Decathlon will Seixas unbedingt halten. Der 20-Jährige fuhr 2026 eine herausragende Saison und gewann den Flèche Wallonne, die Baskenland-Rundfahrt und die Lombardei-Rundfahrt. Bei der Tour de France schrieb er Geschichte: Er war der jüngste Starter seit 89 Jahren und belegte zudem Rang vier in der Gesamtwertung. Damit zählt er zu den begehrtesten Fahrern im Peloton. Schwergewichte wie UAE Team Emirates – XRG und Visma | Lease a Bike kämpfen bereits um seine Unterschrift, und der Wettbewerb um den Youngster verschärft sich spürbar.
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