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Jayco AlUla bestätigt „aufregenden, erneuerten Kader“ für 2027 – angeführt von Matthews, Welsford und Plapp

Radsport
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Team Jayco AlUla startet 2027 in seine 16. Saison im Profi-Peloton. Aus Orica-GreenEDGE und Mitchelton-Scott ist über die Jahre eine feste Größe der WorldTour geworden, inklusive Simon Yates’ Vuelta-Sieg 2018. Eines blieb dabei immer gleich: Das Team will den australischen Radsport voranbringen. Daran ändert auch der neue Kader mit 30 Fahrern nichts.
2026 beendete Jayco AlUla die UCI-Teamwertung auf Rang 14 und sammelte 10.724 Punkte. Das ist eine klare Steigerung gegenüber 2025, als das Team mit 8783 Punkten Platz 16 belegte. Trotzdem hatte sich die Mannschaft mehr erhofft. Dabei begann die Saison stark: Mauro Schmid wurde Gesamtzweiter bei der Tour Down Under, Luke Plapp legte bei der UAE Tour einen weiteren Podestplatz nach.

Jayco muss improvisieren

Im weiteren Saisonverlauf sorgte vor allem der Schweizer Schmid für Schlagzeilen. Er wurde Zweiter beim Flèche Wallonne und gewann eine Etappe der Tour de France. Anders Foldager rückte mit seinem Sieg bei der Brabantse Pijl ebenfalls ins Rampenlicht. Zum Saisonende überzeugte Michael Matthews bei der WM in Montreal und holte im Nationaltrikot Silber. In der Schlussphase gewann Alessandro Covi den Giro del Veneto.
Umso schwerer wiegt der Abgang von Schmid. Er sammelte 2026 allein 2918 UCI-Punkte und wechselt zu Pinarello Q36.5. Zusätzlich verliert Jayco seinen Klassementfahrer Ben O’Connor an Decathlon CMA CGM. Auch Jelte Krijnsen, Koen Bouwman, Asbjørn Hellemose, Rudy Porter und Jasha Sütterlin verlassen das Team. Luke Durbridge hört nach den australischen Meisterschaften auf, Luka Mezgec beendet seine Karriere.
Als Ersatz holt Jayco Sprinter Sam Welsford, Allrounder Mikkel Honoré und Alessandro Fancellu, die Entdeckung von MBH Bank Ballan CSB Telecom Fort. Dazu kommen die Nachwuchsfahrer Ugo Fabries, Adam Rafferty, Ben Wiggins, Jed Smithson und Wil Holmes. Olympiasieger auf der Bahn Oliver Bleddyn komplettiert den Kader.
Performance-Chef Gene Bates ordnet den Umbruch so ein, wie die Teammitteilung ihn wiedergibt: „Es ist ein aufregender, erneuerter Kader für 2027. Mit Luke Durbridge und Luka Mezgec verlieren wir zwar Erfahrung und Führungsqualität, aber ich bin sicher, dass andere in die Bresche springen und neue Gesichter ihre Spuren hinterlassen.“

Welsford als Königstransfer

Entscheidend wird, wie Sprinter Pascal Ackermann und Neuzugang Welsford zusammenpassen. Der frühere Bahnfahrer galt über Jahre als Fahrer mit einer klaren Schwäche: Ihm fehlte oft die Kraft, überhaupt in die Sprintentscheidung zu kommen. Jayco traut ihm trotzdem Siege zu, am liebsten schon bei der Tour Down Under, wo er immer wieder erfolgreich war. Die Teamführung verspricht sich viel von ihm: „Welsfords Verpflichtung bringt eine neue Facette und neue Ziele in die Mannschaft.“
Jayco setzt zudem auf die vorhandenen Leute. Viele Leader plagten sich 2026 mit gesundheitlichen Problemen herum. Bleiben Michael Matthews und Andrea Vendrame 2027 davon verschont, mischen sie sofort bei mehreren Rennen vorne mit. Bates zeigt sich zuversichtlich: „Ich freue mich darauf zu sehen, was Fahrer wie Michael Matthews, Andrea Vendrame, Amaury Capiot und Mikkel Honoré leisten können, wenn sie wieder fit sind, mit einer neuen Saison und offenen Zielen.“
Ob der Umbruch gelingt, zeigt sich schon im Januar in Australien.
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