Demi Vollering hat die
fünfte Etappe der
Tour de France Femmes 2026 erobert – an einem Tag, an dem
FDJ - Suez das Rennen offensiv prägte und die Ernte dafür einfuhr.
Vollering attackiert die Tour erfolgreich
FDJ - Suez trat heute mit Breite auf – und das zahlte sich aus. In der Tagesgruppe fuhren mehrere Topfahrerinnen mit, die ihre Spitzenposition im Rennen gefährden konnten, zugleich aber auch ihre Teamkolleginnen. Juliette Berthet und Franziska Koch arbeiteten an der Spitze mit klarer Rolle.
Das Team kontrollierte die Führungsgruppe und ließ anschließend Évita Muzic und Célia Gery am vorletzten Anstieg des Tages das Tempo forcieren. Diese Pace sprengte das Feld und ließ die meisten Rivalinnen zurück, darunter Paulina Ferrand-Prévot, Paula Blasi und Elisa Longo Borghini.
Berthet und Koch drückten dann in ihrer Gruppe weiter, stellten die Spitzen und vergrößerten die Abstände zu den Verfolgerinnen. Diese mannschaftliche Wucht wusste die Europameisterin zu schätzen.
„Das ganze Team, jede Fahrerin im Aufgebot, war Teil dieses Sieges. Solche Erfolge liebe ich am meisten“, sagte Vollering im Ziel. „Siege, für die alle hart gearbeitet haben. Das macht es noch spezieller und schöner. Weil man es wirklich gemeinsam schafft.“
Am Schlussanstieg konnten nur Katarzyna Niewiadoma und Marlen Reusser ihrer Attacke folgen. Am Ende entschied ein Sprint zu dritt. „Ich hatte nicht erwartet, den Sprint zu gewinnen. Trotzdem habe ich es geschafft. Das war wirklich eine Erleichterung.“
„Ich wusste, dass Kasia früh geht, das macht sie immer. Und ich wusste, dass Marlen pokern würde. Das habe ich zugelassen. Ich hoffte, sie würde mitarbeiten, tat sie aber nicht. Dann dachte ich: Wenn du nichts machst, gewinnt Kasia. In dem Fall hätte ich es gar nicht versucht. Also musste ich es probieren, auch wenn Marlen mich noch übersprintet. Ich habe bis zur Linie alles gegeben. Es war ein sehr langer Sprint; ich brauchte jeden Meter. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat.“
Der frühe Sprint von Katarzyna Niewiadoma brachte sie knapp an den Etappensieg heran
Marlen Reusser ist Vollerings Hauptkonkurrentin
Durch die Bonifikationen beträgt der Vorsprung auf Reusser nun 12 Sekunden. Niewiadoma liegt eine Minute zurück, der Rest des Feldes deutlich weiter. Mit dieser Attackenserie brachte Vollering das Rennen unter Kontrolle und verkleinerte zugleich den Kreis der gefährlichsten Gegnerinnen im Kampf um den Gesamtsieg.
Doch Reusser bleibt ihre größte Rivalin. „Ganz sicher. Für sie sieht es gut aus. Ich habe allerdings einen Vorteil: Ich habe die Tour schon gewonnen. Und Kasia auch. Marlen ist das noch nicht gelungen, dafür wird sie arbeiten müssen. Ich bin sicher, es wird ein harter Kampf, denn sie ist keine Fahrerin, die man leicht schlägt. Sie ist sehr stark. Aber ich werde alles tun, damit es gelingt.“