„Es wird ein großer Kampf“ – Mathieu van der Poel hofft auf die richtige Ausreißergruppe

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 10 Juli 2025 um 14:15
Van der Poel
Mathieu van der Poel sieht in der 6. Etappe der Tour de France 2025 eine neue Gelegenheit, um anzugreifen. Nach seinem starken Tour-Auftakt und dem Verlust des Gelben Trikots im Zeitfahren an Tadej Pogacar, richtet sich der Blick des NiederlĂ€nders wieder auf Tagessiege – und auf die Jagd nach der richtigen Gruppe.
„Es ist eine sehr schwierige Etappe“, sagte van der Poel vor dem Start. „Die HĂ€lfte des Pelotons will wahrscheinlich in der frĂŒhen Ausreißergruppe sein, also wird es ein großer Kampf werden. Wenn es eine große Gruppe ist, werde ich versuchen, dabei zu sein. Aber jeder weiß, dass es bei der Tour sehr schwierig ist, in die richtige Ausreißergruppe zu kommen.“

„Das Niveau ist unglaublich hoch“

Sein Etappensieg am zweiten Tag der Tour hat gezeigt, dass van der Poel zurĂŒck auf Top-Niveau ist. Und auch auf der 4. Etappe war er nahe dran. Der Ausfall seines Teamkollegen Jasper Philipsen hat ihm zusĂ€tzliche Freiheiten gegeben – eine seltene Chance fĂŒr einen Fahrer, der sonst hĂ€ufig zwischen Helferrolle und eigenen Ambitionen pendelt.
„Wenn die GC-AnwĂ€rter wirklich alles geben, ist es sehr schwierig, mitzumischen“, gab er zu. „Das Niveau ist unglaublich hoch.“
Van der Poel weiß, dass Taktik auf einer hĂŒgeligen Übergangsetappe entscheidend sein kann. Zwar trĂ€gt Pogacar aktuell Gelb, doch es ist offen, ob der Slowene das Trikot auf einer Etappe wie dieser unbedingt verteidigen will.
„Wenn Tadej das Gelbe Trikot behalten will, wird es auch schwierig werden. Aber ich nehme an, dass er das nicht unbedingt muss“, erklĂ€rte van der Poel. „Ich denke, dass Vauquelin zum Beispiel in einer besseren Position ist. Er fĂ€hrt auch unglaublich gut. Auf ihn sollte man auf jeden Fall ein Auge werfen. Wahrscheinlich wird er aus der frĂŒhen Ausreißergruppe kommen mĂŒssen, um das Gelbe Trikot zu ĂŒbernehmen.“
Kevin Vauquelin liegt in der Gesamtwertung nur knapp hinter Pogacar und könnte im richtigen Szenario die FĂŒhrung ĂŒbernehmen. FĂŒr van der Poel heißt das: frĂŒh reagieren, richtig positionieren und die Beine sprechen lassen.
Doch er weiß, dass es kein SelbstlĂ€ufer wird. In einer Etappe mit vielen Bewerbern auf den Etappensieg zĂ€hlt Timing genauso wie Kraft. „Es wird auf jeden Fall eine enge Entscheidung. Es ist eine harte Etappe.“
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