„Es wird das erste Mal in fünf Jahren sein“ – Lorenzo Fortunato verzichtet auf den Giro und visiert die Tour de France an

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 03 Mai 2026 um 20:00
fortunato
Lorenzo Fortunato schlägt 2026 einen neuen Weg ein. Nach zwei intensiven Jahren mit Fokus auf den Giro d’Italia wird der Italiener in dieser Saison nicht bei der Corsa Rosa an den Start gehen – stattdessen rückt die Tour de France in den Mittelpunkt seiner Planung.
Bestätigt wurde diese Entscheidung während der Tour de Romandie. „Leider wird der Giro dieses Jahr nicht in meinen Plänen stehen. Es wird das erste Mal in fünf Jahren sein, dass ich nicht beim Giro d’Italia starte“, erklärte Fortunato im Gespräch mit SpazioCiclismo.

Formanstieg in der Schweiz bestätigt neue Ausrichtung

In der Schweiz präsentierte sich Fortunato in starker Verfassung: Auf den beiden letzten Etappen belegte er jeweils Rang vier und schloss die Rundfahrt als Neunter der Gesamtwertung ab. Nach einem durchwachsenen Frühjahr konnte er sich damit zurückmelden, nachdem bereits ein Top-10-Ergebnis bei Milano–Torino aufsteigende Form angedeutet hatte.
Lorenzo Fortunato überzeugt bei der Tour de Romandie 2026 und richtet seinen Fokus erstmals seit Jahren auf die Tour de France statt den Giro d’Italia
Lorenzo Fortunato überzeugt bei der Tour de Romandie 2026 und richtet seinen Fokus erstmals seit Jahren auf die Tour de France statt den Giro d’Italia
Ein Jahr zuvor hatte Fortunato in der Romandie noch eine Etappe gewonnen und Rang vier im Gesamtklassement erreicht. Beim anschließenden Giro stellte er seine Ambitionen auf die Gesamtwertung zurück und konzentrierte sich erfolgreich auf die Bergwertung. Mit einem früh herausgefahrenen Vorsprung ließ er die Konkurrenz hinter sich und sicherte sich in Rom souverän das blaue Trikot. Nach diesen Erfolgen richtet das XDS Astana Team seinen Fokus nun jedoch neu aus.

Tour de France statt Giro: Ein logischer Schritt

Die Entscheidung kommt nicht überraschend, wenn man Fortunatos Saisonverlauf betrachtet. Bereits 29 Renntage hat er absolviert – beginnend mit den Eintagesrennen in der Volta a la Comunitat Valenciana, gefolgt von der Tour of Oman, Milano–Torino, der Volta a Catalunya, der Itzulia Basque Country und der Tour de Romandie.
Ein solches Programm mit Katalonien, Baskenland und Romandie lässt sich kaum mit einer Top-Platzierung beim Giro vereinbaren – insbesondere, da viele Klassementfahrer vor der Italien-Rundfahrt bewusst auf ein reduziertes Rennpensum und gezielte Höhentrainingslager setzen. Fortunato übernahm in der Romandie die Kapitänsrolle und wird nun zunächst regenerieren.
„Ich bin Katalonien, Baskenland gefahren und nach dieser Tour de Romandie mache ich eine Woche Pause, dann starte ich beim Dauphiné“, erklärte er mit Blick auf die Tour Auvergne–Rhône-Alpes als nächsten Formtest.
Beim Giro d’Italia dürfte das Team mit Fahrern wie Davide Ballerini, Alberto Bettiol, Arjen Livyns, Harold Martín López, Matteo Malucelli, Christian Scaroni, Thomas Silva und Diego Ulissi an den Start gehen – eine Formation, die klar auf Etappensiege ausgerichtet ist.
Mit Fahrern wie Scaroni und López bleiben dennoch Optionen auf die Bergwertung bestehen. Fortunato hingegen dürfte den Fokus auf die Tour de France legen und dort ähnliche Ziele verfolgen – gemeinsam mit Teamkollegen wie Harold Tejada, Sergio Higuita und Mike Teunissen, die als feste Bestandteile der Planung gelten.
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