Matthew Brennan bestreitet bei der
Vuelta a Espana seine erste Grand Tour – und hat dennoch bereits vier Etappensiege auf dem Konto. Der Fahrer von
Visma - Lease a Bike hat sich als stärkster Sprinter dieser Rundfahrt erwiesen und nach seinem nächsten Erfolg noch einmal ein großes Ziel für die kommende Saison bekräftigt: Brennan möchte 2027 bei der
Tour de France an den Start gehen.
Auf der 16. Etappe bot sich den Sprintern eine weitere Gelegenheit. Das Finale in La Rabida war flach und technisch wenig anspruchsvoll. Das nahezu komplett ebene Streckenprofil ließ zwar die Möglichkeit zu, dass eine Ausreißergruppe dem Peloton gefährlich werden könnte, doch Visma - Lease a Bike hielt das Rennen konsequent unter Kontrolle.
Visma - Lease a Bike kontrolliert den Weg zum Massensprint
Auch Cofidis beteiligte sich an der Nachführarbeit. Letztlich schien Visma - Lease a Bike zum Auftakt der Schlusswoche jedoch beinahe gegen sich selbst zu fahren. Im letzten Kilometer hatte das Team Wout Van Aert optimal positioniert, um Matthew Brennan für den entscheidenden Sprint in Stellung zu bringen.
Matthew Brennan dominiert die Sprints bei der Vuelta a España. Nach seinem vierten Etappensieg richtet der Brite den Blick bereits auf die Tour de France 2027.
Und wie bereits dreimal zuvor bei dieser Vuelta a Espana ließ der Brite seiner Konkurrenz kaum eine Chance. Brennan beschleunigte im Finale zum nächsten Sprinttriumph und wurde von seinen Rivalen dabei nicht ernsthaft in Bedrängnis gebracht.
„Es ist unglaublich. Ein Etappensieg war der Plan. Mit dem Team stehen wir jetzt bei sechs“, sagte Brennan im Zielinterview. „In den Etappen, die wir ausgewählt hatten, haben wir uns voll dem Plan verschrieben. Heute ebenso. Jeder hat gesehen, wie die Jungs in den Wind gegangen sind.“
Perfekter Leadout von Wout Van Aert
Einmal mehr profitierte Brennan dabei entscheidend von der Arbeit Wout Van Aerts. Der Belgier fährt selbst eine starke und vor allem konstante Vuelta a Espana und hat sich damit praktisch auch den Gewinn des Grünen Trikots gesichert. Im Finale stellte er seine eigenen Ambitionen jedoch zurück und bereitete Brennans Sprint perfekt vor.
„Das so abzuschließen, mit Wout, der mich in so einem chaotischen Finale so abliefert, ist wirklich perfekt“, erklärte Brennan. „Ich habe Wout komplett vertraut. Es ist schade, dass wir Christophe verloren haben, aber selbst ohne ihn sind wir zu Großem fähig.“
Brennan nimmt die Tour de France ins Visier
An Brennans Qualitäten im Sprint bestanden ohnehin kaum Zweifel. In den vergangenen Wochen hat der Brite allerdings auch gezeigt, dass er über beachtliche Fähigkeiten am Berg verfügt. Mit seinen Leistungen in der dritten Woche beweist er zudem, dass er selbst tief in einer Grand Tour innerhalb seiner Möglichkeiten bleibt und weiterhin um Siege kämpfen kann.
Seine Dominanz in den Sprints der Vuelta a Espana könnte nun der endgültige Beleg dafür sein, dass Brennan bereit für noch größere Aufgaben ist. Mit Blick auf den Tour-Start in Großbritannien hat er deshalb ein klares Ziel formuliert: 2027 möchte er im Trikot von Visma - Lease a Bike bei der Tour de France antreten.
„Vor zwei Jahren habe ich vom Start in Großbritannien gehört. Damals sagte ich zum Team: Es wäre unglaublich, dort am Start zu stehen, am liebsten mit Wout und Christophe“, verriet Brennan.
Und der 2027 in Großbritannien beginnenden Tour verbindet Brennan direkt mit einem ganz besonderen Traum: „Es wäre fantastisch, dort am ersten Tag das Gelbe Trikot zu holen.“