„Es ist noch lange nicht vorbei“ – Jai Hindley zuversichtlich, der Kampf um die Giro d’Italia-Gesamtwertung steht vor dem entscheidenden Schlagabtausch in der Schlusswoche

Radsport
Dienstag, 26 Mai 2026 um 13:30
Jai Hindley before stage 16 of the 2026 Giro d'Italia
Jai Hindley betont, dass der Giro d’Italia längst nicht entschieden ist, während die Favoriten auf das Gesamtklassement vor einer anspruchsvollen Schlusswoche im Kampf um die Maglia Rosa stehen. Der Red Bull - BORA Hansgrohe-Profi liegt Gesamtfünfter, aber fast vier Minuten hinter Spitzenreiter Jonas Vingegaard.
Hindley gewann den Giro 2022 nach einer starken Schlusswoche, in der er sich das Rosa Trikot im Duell mit Richard Carapaz sicherte. Auch wenn sein Blick nun eher auf Felix Gall, Afonso Eulalio und Thymen Arensman im Podiumskampf gerichtet sein dürfte, weiß der Australier wie kaum ein anderer, wie hart die letzte Giro-Woche sein kann.
115 Kilometer stehen zwischen Bellinzola und Cari auf dem Programm, beide in der Schweiz. Trotz der relativ kurzen Distanz wird es ein brutaler Tag mit über 3000 Höhenmetern und fünf kategorisierten Anstiegen – darunter der Schlussanstieg über 11,6 Kilometer bei durchschnittlich 8 Prozent.
Viele vermuten einen Tag für die Ausreißer: kurze Etappe, dazu womöglich wenig Risiko-Bereitschaft der Klassementfahrer mit Blick auf noch schwerere Abschnitte später in der Woche.

Jai Hindley zuversichtlich vor Woche drei

Die Etappen 19 und 20 sind nach dem Dienstag die schärfsten Prüfstände. Besonders die Königsetappe am Freitag mit über 5000 Höhenmetern und der Cima Coppi – dem höchsten Punkt des Rennens – über den Passo Giau verspricht ein nahezu sicheres GC-Duell in den Dolomiten.
„Ich fühle mich gut, besser als am letzten Ruhetag“, sagte Hindley vor dem Start bei Cycling Pro Net. „Das ist ein gutes Zeichen. Ich bin bereit für einen großen Kampf, diese Woche kommen viele harte Etappen im Finalteil des Rennens. Ich denke, in den nächsten Tagen wird das Rennen entschieden.“
Hindley blüht in der Giro-Schlusswoche auf und hofft, dass seine Erholung von der Krankheit in der Vorwoche mit starken Auftritten im Hochgebirge bestätigt wird. Am Samstag auf der Bergankunft der 14. Etappe war er stärker als Thymen Arensman und weiß, dass er weitere 40 Sekunden gutmachen muss, um am Netcompany Ineos-Profi vorbeizuziehen.

Jai Hindley erklärt den Giro-GC-Kampf für völlig offen

Er ergänzte: „Ich mag die dritte Woche, alle sind ein bisschen müde und es ist im Feld etwas weniger nervös. Ich scheine mich in der dritten Woche immer gut zu fühlen, hoffentlich ist es bei diesem Giro nicht anders.“
So oder so: Für Hindley zählt jetzt nur der lange Atem. Bei seiner elften Grand Tour zeigt sich der erfahrene Klassementfahrer zufrieden mit der Form und sieht sein Team gut aufgestellt – mit Giulio Pellizzari direkt hinter ihm auf Gesamtrang sechs.
Hindley wurde deutlich: „Einfach schuften, Kumpel. Jeden Tag schuften. Es wird ein großer Kampf. Die Jungs vorne sind richtig stark, das wird ein interessantes Rennen. Es ist längst nicht vorbei, und es kommen große Tage, beginnend schon heute. Es wird ein spannendes Finale. Ich bin zuversichtlich mit dem Team, das wir haben, und der Anzahl an Fahrern, die wir in den Finals dabei haben.“
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Loading