„Jonas ist noch nicht bei voller Stärke“ – Mads Pedersen warnt vor Jonas Vingegaard mit Blick auf die Tour de France

Radsport
Dienstag, 26 Mai 2026 um 14:00
Jonas Vingegaard
Jonas Vingegaard dominiert die Hochgebirge beim Giro d’Italia, doch im flachen Zeitfahren verpasste er die Top 10. Das nährte viele Stimmen, er hätte bei der nächsten Tour de France gegen Tadej Pogacar keine Chance. Der Fahrer von Team Visma | Lease a Bike hat jedoch prominente Fürsprecher.
Einer davon ist Mads Pedersen. Er mahnte im Podcast Lang Distance zur Ruhe, bevor man endgültige Schlüsse über das aktuelle Niveau seines Landsmanns und dessen Form bis zur Tour im Juli zieht. Der Däne betonte den Kontext dieser Etappe und hob hervor, dass das Profil reinen Spezialisten voll entgegenkam, wie Wielerrevue berichtete.
„Wenn Filippo Ganna Jonas Vingegaard in einem Zeitfahren von mehr als vierzig Kilometern mit vier Metern negativen Höhenmetern nicht schlagen kann, dann läuft etwas falsch“, sagte Pedersen und machte deutlich, dass der Kurs dem Italiener klar lag.
Der dänische Ex-Weltmeister beharrte darauf, Vingegaards Leistungen primär in den Bergen zu bewerten – jenem Terrain, auf dem er in diesem Giro bereits sehr positive Zeichen gesetzt hat. Der deutlichste Beweis kam auf der anspruchsvollen Etappe nach Pila, wo der zweifache Toursieger entschlossen attackierte, den Sieg holte und das Maglia Rosa überstreifte.
Jonas Vingegaard im Maglia Rosa
Jonas Vingegaard, Führender des Giro d’Italia

Pedersen stärkt Vingegaard den Rücken

Für Pedersen bestätigte dieser Auftritt, dass Vingegaards Entwicklung im Plan liegt und er mit Blick auf die großen Saisonziele noch Luft nach oben hat. „Jonas ist noch nicht in Topform. Er ist nicht in der Verfassung, die er zur Tour hat“, erklärte der Däne.
Der Lidl-Trek-Profi hob zudem hervor, dass der Formaufbau eines Grand-Tour-Anwärters eine stufenweise Annäherung an die Bestform erfordert und der echte Leistungsgipfel noch bevorsteht.
„Er muss noch einen Schritt machen, aber ich glaube auch, dass er ihn gehen wird. Es wird alles gut“, schloss Pedersen, überzeugt davon, dass sein Landsmann mit Blick auf die Tour de France zu seinem besten Niveau zurückkehrt.
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