Die Abwesenheit von Joe Blackmore wird so bald nicht enden, doch ein Hoffnungsschimmer für ein Ende der Probleme des jungen Briten ist aufgetaucht. Der 23-Jährige hat sich einer Operation am Knie unterzogen, um seine Rückkehr ins Rennen mit dem
NSN Cycling Team nicht länger als nötig hinauszuzögern.
Blackmore gilt als unumstrittenes Talent des britischen Radsports. Vom Mountainbike kommend, überzeugte der vielseitige Brite schon früh auf der Straße und gewann 2024 die Tour de l'Avenir. Ein Jahr später siegte er beim Brabantse Pijl und fuhr bei La Flèche Wallonne und Amstel Gold Race in die Top 15.
Die Saison 2026 sollte den nächsten Schritt in Blackmores Entwicklung markieren, doch eine Knieverletzung verhindert bislang jeden Einsatz im neuen NSN-Trikot. Sein letzter Rennstart datiert von den Weltmeisterschaften 2025 in Kigali.
„Joe wurde in Belgien von Dr. Claes operiert, nachdem er in diesem Jahr wegen anhaltender Knieschmerzen nicht starten konnte. Da keine Fortschritte erkennbar waren, entschied man sich für eine diagnostische Arthroskopie (ein medizinischer Eingriff zur Diagnose und Behandlung von Gelenkproblemen, Anm.)“, berichtet sein Team NSN Cycling
auf X.
„Dabei zeigte sich rasch, dass Joe an einer infrapatellaren Plica litt (einer angeborenen synovialen Falte im Kniegelenk, Anm.). Diese wurde erfolgreich behandelt. Das medizinische Team von NSN ist sehr zuversichtlich, dass dieser Ansatz eine vollständige Genesung ermöglicht und Joe bald wieder voll belastbar sein wird – im Training wie im Wettkampf.“
Lange Genesung voraus
Zum zeitlichen Ablauf der Reha oder zu einem möglichen Renncomeback kann das Team noch keine Angaben machen. Üblicherweise liegt die Erholungszeit zwischen zwei und sechs Monaten. Bei einem Hochleistungssportler ist eher das untere Ende der Spanne realistisch.