„Es ist klar, dass Pogacar es fest im Visier hat“ - Wout Van Aert über Pogacars zweite Streckenbesichtigung für Paris-Roubaix

Radsport
durch Nic Gayer
Donnerstag, 12 März 2026 um 11:30
Wout van Aert
Wout Van Aert gehört zu den großen Favoriten auf der 4. Etappe von Tirreno–Adriatico. Der Abschnitt verspricht Spannung: zahlreiche Anstiege unterschiedlicher Länge prägen das Profil. Alles deutet auf einen explosiven Renntag hin - genau das Terrain, auf dem der Profi vom Team Visma - Lease a Bike seine Chance nutzen will.
„Die gestrige Etappe habe ich gut verkraftet. Es war ein sehr langer Tag, aber nicht allzu schwer. Zum Glück war es nicht eiskalt. Ja, ich habe die Etappe gut überstanden“, sagte Wout Van Aert am Morgen in Tagliacozzo im Gespräch mit Sporza.

Ein offener Renntag mit vielen Optionen

Früh im Rennen warten zwei lange Anstiege auf das Feld. Danach führt die Strecke fast bis auf Meereshöhe hinunter, ehe mehrere Hügel das Finale prägen. Erst danach folgt der flache Zielstrich in Martinsicuro. Das Profil macht die Etappe offen für viele Szenarien. Häufig setzt sich an solchen Tagen eine Ausreißergruppe durch. Doch im Peloton von Tirreno–Adriatico fahren genug ambitionierte Fahrer, deren Teams bereit sind, konsequent nachzuführen.
Wout Van Aert sieht in der 4. Etappe von Tirreno–Adriatico eine große Chance - zugleich verfolgt der Belgier aufmerksam, wie Rivale Tadej Pogacar bereits intensiv an seinen Paris-Roubaix-Plänen arbeitet
Wout Van Aert sieht in der 4. Etappe von Tirreno–Adriatico eine große Chance - zugleich verfolgt der Belgier aufmerksam, wie Rivale Tadej Pogacar bereits intensiv an seinen Paris-Roubaix-Plänen arbeitet
„Ich plane nicht, früh in die Gruppe zu gehen, aber ich muss wachsam bleiben. Das ist die erste Etappe, auf der die Ausreißer nicht einfach so wegfahren.“ Im Finale könnten Fahrer wie Mathieu van der Poel oder Isaac Del Toro die kurzen, steilen Anstiege nutzen, um das Rennen zu öffnen. Wird das Feld klein, könnten zudem taktische Spielchen eine wichtige Rolle spielen.
Für den Belgier eröffnet sich dennoch eine klare Chance. „Ich habe mir diese Etappe bereits zu Wochenbeginn angesehen, und sie sollte mir liegen. Das Finale ist mit ein paar Anstiegen anspruchsvoll. Das könnte für einige Sprinter zu hart sein, und dann sind wir auf Terrain, das mir entgegenkommt.“

Van Aert über Pogacars Paris–Roubaix-Pläne

Während Van Aert und van der Poel bei Tirreno–Adriatico um Etappensiege kämpfen, arbeitet ihr großer Rivale für die Kopfsteinpflaster-Klassiker bereits an einem anderen Ziel. Tadej Pogacar trainierte in den vergangenen Tagen erneut im Norden auf den legendären Sektoren von Paris–Roubaix - gemeinsam mit Florian Vermeersch.
Auf diese Vorbereitung angesprochen, reagierte Van Aert gelassen: „Es ist völlig normal, dass sie sich gut vorbereiten. Das tun wir auch. Aber es ist klar, dass Pogacar es fest im Blick hat.“
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