Team Visma | Lease a Bike verpasste beim Abschluss der Frühjahrsklassiker in Lüttich–Bastogne–Lüttich ein Topresultat.
Ben Tulett war als 13. bester Fahrer des Teams. Trotz des verfehlten Top-10-Ziels zogen sowohl Tulett als auch Sportdirektor Maarten Wynants ein positives Fazit zum Rennen und zur gesamten Frühjahrskampagne, die durch Van Aerts historischen Sieg bei Paris–Roubaix geprägt war.
Die Anfangsphase verlief ungewohnt chaotisch, geprägt von einer riesigen Ausreißergruppe, in der überraschend auch Topfavoriten wie
Remco Evenepoel vertreten waren. Visma | Lease a Bike brachte Nachwuchsfahrer Menno Huising in die Gruppe, doch das aggressive Rennen setzte das Feld vom ersten Kilometer an unter Druck.
„Von Beginn an war es ein wirklich hartes Rennen“, resümierte Tulett in einer offiziellen
Teammitteilung. „Das Tempo war den ganzen Tag über extrem hoch.“
Unterlegen an La Redoute und den Sprint verloren
Als das Rennen die entscheidende Côte de la Redoute erreichte, befand sich Tulett genau in der richtigen Position. Doch als die Schlüsselforen zündeten, musste er eingestehen, der schieren Explosivität des führenden Duos unterlegen gewesen zu sein.
„An der Côte de la Redoute war ich gut positioniert, aber es gab einfach zwei Fahrer, die klar die Stärksten waren“, sagte er. „Danach habe ich in der Verfolgung um ein gutes Ergebnis gekämpft, aber leider den Sprint verloren. Ich bin enttäuscht, aber das gehört zum Radsport. Ich freue mich, dass ich in einem Monument um ein starkes Ergebnis kämpfen konnte.“
Ben Tulett bei der Streckenbesichtigung für Lüttich–Bastogne–Lüttich 2026
Sportdirektor Maarten Wynants beurteilte das Resultat nüchtern. Angesichts des Ausfalls des designierten Ardennen-Kapitäns
Matteo Jorgenson, der sich eine Woche zuvor beim Amstel Gold Race das Schlüsselbein brach, sei ein Top-15-Platz ein solides Ergebnis.
„Wir sind heute mit Ben ein starkes Rennen gefahren. Wir hatten eine Top-Ten-Platzierung im Visier, haben sie aber leider knapp verpasst. Alles in allem können wir zufrieden sein, vor allem mit Blick darauf, wo wir nach dem Amstel Gold Race standen.“