Sakarias Koller Loland hat beim Trofeo Matteotti 2026 den zweiten Profisieg seiner Karriere gefeiert. Nach einem hektischen und von zahlreichen Attacken geprägten Finale rund um Pescara erwies sich der Norweger auf den entscheidenden Metern als der Schnellste und verwies Ludovico Crescioli sowie Benoit Cosnefroy auf die Plätze zwei und drei.
Der Profi von
Uno-X Mobility nutzte seine Chance, nachdem Romain Gregoire rund 300 Meter vor dem Ziel den Sprint eröffnet hatte. Cosnefroy musste sich nur drei Tage nach seinem Triumph bei der Coppa Sabatini diesmal mit Rang drei zufriedengeben. Für Loland war es der erste Erfolg der Saison 2026 – seinen zuvor einzigen Profisieg hatte er 2025 ebenfalls auf italienischem Boden bei der Veneto Classic gefeiert.
Zahlreiche Attacken sorgen für ein hektisches Finale
Die ursprüngliche vierköpfige Ausreißergruppe mit Alessio Martinelli, Diego Bracalente, Emanuele Ansaloni und Kevin Pezzo Rosola wurde bereits 90 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Auf den folgenden Schlussrunden entwickelte sich daraufhin ein offensives Rennen, in dem sich die Konstellation an der Spitze immer wieder veränderte.
32 Kilometer vor dem Ziel gehörten Cosnefroy, Jai Hindley und Natnael Tesfatsion zu einer achtköpfigen Gruppe, die sich einen Vorsprung von 15 Sekunden herausfahren konnte. Doch auch dieser Angriff brachte keine Vorentscheidung und wurde vom Peloton neutralisiert.
Den nächsten Vorstoß wagte Andrii Ponomar 19 Kilometer vor dem Ziel. Wenig später schloss Joris Delbove zu ihm auf. Das Duo erreichte die Schlussrunde mit 20 Sekunden Vorsprung auf das Feld und durfte damit zumindest kurzzeitig auf einen erfolgreichen Coup hoffen.
Delbove konnte das Tempo an der Spitze jedoch nicht halten und musste seinen Begleiter ziehen lassen. Ponomar setzte die Flucht alleine fort, doch 8,8 Kilometer vor der Ziellinie war auch sein Widerstand gebrochen und das Peloton stellte den letzten verbliebenen Ausreißer.
Gregoire eröffnet den Sprint – Loland vollendet die Uno-X-Arbeit
Damit war die Angriffswelle allerdings noch längst nicht beendet. 6,7 Kilometer vor dem Ziel setzte Gregoire zur nächsten Attacke an. Später formierte sich um den Franzosen gemeinsam mit Alexandre Delettre und Crescioli ein gefährliches Dreiergespann.
Doch auch diese Konstellation hielt nicht bis ins Ziel. 2,8 Kilometer vor dem Ende wurden die drei Spitzenreiter wieder eingefangen. Unmittelbar danach beschleunigte Hindley und versuchte, das bereits stark in die Länge gezogene Feld auf dem Weg ins Finale erneut unter Druck zu setzen.
Auf den letzten Metern brachte Uno-X Mobility schließlich zwei Fahrer in eine aussichtsreiche Position. Als Gregoire rund 300 Meter vor der Ziellinie den Sprint eröffnete, fiel die endgültige Entscheidung.
Loland hatte sich seine Kräfte für den entscheidenden Moment aufgespart und erwies sich auf den letzten Metern als der Schnellste. Der Norweger sicherte sich damit seinen ersten Sieg der Saison 2026 und den zweiten Profierfolg seiner Karriere. Crescioli musste sich mit dem zweiten Platz begnügen, während Cosnefroy drei Tage nach seinem Sieg bei der Coppa Sabatini als Dritter erneut auf dem Podium stand.