Der
Trofeo Andratx 2026 krönte
Remco Evenepoel zum neuen Sieger. Der Olympiasieger startete als Topfavorit und wurde seinem Status erneut gerecht; er holte bei seiner zweiten Startmöglichkeit mit
Red Bull - BORA - hansgrohe bereits den zweiten Saisonsieg im Einzel.
Zahlreiche Fahrer attackierten früh, im Wissen, dass der Anstieg zum Puig Major große Abstände reißen und jene belohnen konnte, die den Berg bereits vorn erreichten – wie an den Vortagen. Jonathan Caicedo, Alexys Brunel, Adne Holter, Felix Engelhardt, Raúl García Pierna, Diego Uriarte und Samuel Férnandez bildeten eine starke Spitzengruppe, die erst am Anstieg selbst gestellt wurde.
Dort forcierte
Remco Evenepoel das Tempo und versuchte, Maxim van Gils nach vorn zu lancieren, doch der Belgier konnte sich nicht absetzen. Christian Scaroni zeigte sich ebenfalls aktiv, aber in Anwesenheit Evenepoels ließ sich niemand überraschen. Neun Fahrer nahmen gemeinsam die Kuppe, kooperierten und setzten sich vom Rest ab. Als die Karte van Gils nicht stach, attackierte Evenepoel auf den flachen Passagen, um den Sieg für das deutsche Team abzusichern. Mathys Rondel und Diego Pescador folgten zunächst, doch der Movistar-Profi hatte Mühe mit der nötigen reinen Wattzahl, um den Zug mitzugehen. So formierte sich an der Spitze ein Duo, das um den Sieg kämpfte, während die Verfolger um die restlichen Podiumsplätze stritten.
Rondel arbeitete mit dem Belgier zusammen, obwohl seine Siegchancen gering waren; die Kooperation brachte ihm jedoch einen starken zweiten Platz – nach Rang vier am Vortag beim Trofeo Serra de Tramuntana. Der Schweizer verweigerte Evenepoel nicht die Führung, und beide harmonierten bis zum finalen, 3 Kilometer langen Anstieg. Dort setzte Evenepoel eine Attacke, der niemand folgen konnte, und fuhr den Sieg ein. Rondel wurde Zweiter, während Evenepoels Teamkollege Maxim van Gils den dritten Platz des Tages sicherte.