Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 2026 haben
Lucinda Brand erneut ins Regenbogentrikot gehievt. Im Eliterennen der Frauen gab es ein komplett niederländisches Podium, die Dominatorin der Saison holte ihren zweiten WM-Titel. In Hulst standen
Ceylin del Carmen Alvarado und Puck Pieterse neben ihr auf dem Podium.
Das Rennen begann wie erwartet mit einer Oranje-Phalanx an der Spitze. Der technische Kurs in Hulst ließ kaum taktisches Geplänkel zu, sondern riss wegen des explosiven Profils und der häufigen Auf- und Abfahrten an steilen Böschungen und Rampen schon früh Lücken auf.
Puck Pieterse,
Ceylin del Carmen Alvarado und Blanka Kata Vas setzten sich direkt zu Beginn ab, kurz darauf schloss
Lucinda Brand auf. Die Ungarin musste reißen lassen, und der Kampf um Sieg und Medaillen schien rein niederländisch zu werden; das änderte sich, als Puck Pieterse in einer Böschungssektion schwer stürzte.
Marion Norbert Riberolle wurde in der Verfolgergruppe disqualifiziert, nachdem sie Kristyna Zemanova gestoßen hatte, nachdem beide spät im Rennen kollidiert und gestürzt waren. An der Spitze fiel der Vorhang zur Entscheidung ungefähr zeitgleich: Ein Fehler von
Ceylin del Carmen Alvarado vergrößerte die Lücke, und Brand baute den Abstand anschließend deutlich aus.
Obwohl die Kräfteverhältnisse der drei in den vergangenen Wochen ausgeglichener wirkten, fuhr Brand bei der WM zum Sieg – ihrem zweiten nach 2021.
Ceylin del Carmen Alvarado wurde Zweite, während Puck Pieterse sich fing und Bronze rettete. Morgen ist Mathieu van der Poel der Topfavorit im Eliterennen der Männer, eine Ausgabe, die den Niederlanden ein weiteres Set unangefochtener Siege bescheren könnte.