Ergebnisse Tour of the Alps 2026, 5. Etappe | Giulio Pellizzari sichert sich mit entscheidendem Solo-Angriff auf der Schlussetappe den ersten Gesamtsieg seiner Karriere

Radsport
Freitag, 24 April 2026 um 15:33
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Giulio Pellizzari hat den Gesamtsieg bei der Tour of the Alps 2026 mit einem entschlossenen Soloritt auf der Schlussetappe besiegelt und seinen nächtlichen Vorsprung von vier Sekunden am Montoppio in einen siegbringenden Angriff verwandelt.
Der Italiener attackierte innerhalb der letzten 20 Kilometer und blickte nicht mehr zurück, distanzierte seine engsten Rivalen und baute den Vorsprung in der Abfahrt aus, um sich sowohl den Etappensieg als auch die Gesamtwertung zu sichern.

Aggressiver Beginn, Pidcock belebt die Flucht

Die Schlussetappe startete mit hohem Tempo. Nach wiederholten Vorstößen setzte sich schließlich eine große und gefährliche Ausreißergruppe an die Spitze. Das Tempo machten unter anderem Tom Pidcock, der Etappensieger des Vortags Lennart Jasch sowie Sam Oomen und Koen Bouwman.
Die Gruppe fuhr sich rasch mehr als zwei Minuten Vorsprung heraus, wodurch Red Bull - BORA - hansgrohe im Dienst von Pellizzaris knappem Führungspolster die Initiative ergreifen musste. Mit Juan Felipe Rodriguez in der Gruppe, der kurzzeitig virtuell ins Leadertrikot rückte, stieg der Druck auf das Feld zusätzlich.

Flucht hält bis zum Showdown am Montoppio

Trotz der Stärke der Gruppe wurde der Abstand kontrolliert, als das Rennen auf den entscheidenden Anstieg nach Nobls/Montoppio zusteuerte. Pidcock blieb einer der aktivsten Fahrer, forcierte sowohl am Berg als auch in der Abfahrt. Doch Zusammensetzung und GC-Gefahr der Gruppe sorgten dafür, dass das Feld nie zu viel Spielraum ließ.
Mit Beginn des Anstiegs zerfiel die Flucht unter dem Druck. Nur wenige Fahrer blieben vorn, während die Favoriten von hinten rasch näherkamen.
Auf der 12,7 Kilometer langen Steigung verlagerten sich die Kräfteverhältnisse klar zu den Gesamtwertungsfavoriten. Die Ausreißer wurden nach und nach gestellt, Pidcock und Juan Felipe Rodriguez gehörten zu den letzten, die fielen, als das Tempo in der Favoritengruppe weiter anzog.
In diesem Moment setzte der Italiener seine Attacke. Er griff aus der reduzierten Gruppe an, riss sofort eine Lücke zu Thymen Arensman und Egan Bernal und zersplitterte das Rennen am Berg in kleine Gruppen.
Hinter dem Führenden erwies sich Bernal als hartnäckigster Verfolger, hielt den Abstand in Grenzen und blieb zeitweise in Schlagdistanz. Der Einschnitt kam jedoch, als auch die Verfolger zerfielen. Michael Storer verschärfte das Tempo, Bernal konnte folgen, doch Arensman hatte keine Antwort und verlor ausgerechnet in der Schlüsselphase den Anschluss. Diese Teilung formte die GC-Konstellation neu und nahm einen von Pellizzaris engsten Rivalen aus der unmittelbaren Auseinandersetzung.

Soloritt wird zum siegbringenden Angriff

Von da an war Pellizzaris Fahrt eher ein Kraftmanagement als reiner Angriff. Der Italiener überquerte den Gipfel mit klarem Vorsprung und dosierte in der Abfahrt, hielt rund 20 Sekunden auf die Verfolger.
Trotz starker Kletterer dahinter, darunter Bernal und Storer, spielte ihm die fehlende Abstimmung in der Verfolgung in die Karten. Eine organisierte Jagd kam nicht zustande, sodass er seinen Vorsprung bis ins Ziel verteidigte.
Das Ergebnis ist der größte Sieg in Pellizzaris Karriere und unterstreicht seinen Status als einer der prägenden Fahrer dieser Rundfahrt. Seit dem Gewinn des Leadertrikots auf Etappe 2 verteidigte er es unter konstantem Druck und setzte am Ende den entscheidenden Stich. Mit nur Sekundenabständen vor dem Finaltag erwies sich die Attacke des Italieners als der Schlüsselmoment des Rennens.
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