Cees Bol hat die 4. Etappe der
Tour of Britain 2026 in Leyburn gewonnen. Er bezwang
Tim Wellens im Zweiersprint, nachdem der Profi von UAE Team Emirates – XRG mit einer großen Attacke am Redmire das Gesamtklassement aufgemischt hatte.
Die Etappe wurde zunächst von einer Ausreißergruppe zu sechst geprägt: Bol, Ben Swift, Xandro Meurisse, Ian Lopez, Brem Deman und Boas Lysgaard.
Das Sextett fuhr mehr als drei Minuten Vorsprung heraus. Lopez sammelte auf Greenhow und Kidstones die Maximalpunkte in der Bergwertung, bevor das Peloton in der entscheidenden zweiten Rennhälfte deutlich näherkam.
UAE Team Emirates – XRG erhöhte dahinter stetig den Druck. Am Fuß des 3,5 Kilometer langen Anstiegs nach Redmire mit 8,1 % war der Vorsprung der Spitze auf kaum mehr als eine Minute geschmolzen.
Wellens stellt den GC-Kampf auf den Kopf
Rund 42 Kilometer vor dem Ziel griff Wellens an und schloss rasch zu den verbliebenen Ausreißern auf. Sein Vorstoß spaltete das Rennen sofort, mit
Lewis Askey, Daan Hoole und Jasper Stuyven unter jenen, die zunächst außerhalb des vorderen Peloton-Teils gemeldet wurden.
Der Belgier holte die Maximalpunkte über Redmire und ging anschließend mit Bol an die Spitze des Rennens. Dahinter formierten sich die meisten der wichtigsten GC-Fahrer zu einer reduzierten Verfolgergruppe mit Askey, Hoole, Stuyven, Matteo Trentin und Filippo Ganna.
Wellens und Bol arbeiteten weiter zusammen und hielten auch bei noch 10 Kilometern rund eine Minute. Ihr Vorsprung schrumpfte zwar, doch das Duo rettete genug Abstand in die Schlusskilometer, um den Etappensieg unter sich auszumachen.
Bol blieb bis zum Schlusskilometer am Hinterrad von Wellens und lancierte seinen Sprint in den letzten 100 Metern zum Sieg. Wellens überquerte die Linie drei Sekunden später. Fabio Christen führte die Verfolger 21 Sekunden zurück als Dritter ins Ziel, während Ganna Vierter und Askey Fünfter wurden, beide 30 Sekunden hinter dem Sieger.
Diese Abstände reichten, damit Wellens die Gesamtführung der Tour of Britain übernahm. Er hatte den Tag 12 Sekunden hinter Askey begonnen und machte die 4. Etappe damit zum bislang entscheidenden GC-Kipppunkt des Rennens.