Der deutsche
Max Kanter hat den Massensprint auf der 2. Etappe von Paris–Nizza 2026 gewonnen und sich in Montargis durchgesetzt, nachdem das Peloton den späten Angreifer Daan Hoole innerhalb des letzten Kilometers gestellt hatte.
Der Fahrer vom
XDS Astana Team war im chaotischen Finale der Schnellste und schlug Laurence Pithie auf der Linie, nachdem eine nervöse Schlussphase den Sprintern kurzzeitig die Chance zu entziehen drohte. Trotz der späten Dramatik verteidigte
Luke Lamperti erfolgreich die Führung, die er am Eröffnungstag übernommen hatte.
Hoole verpasst den Coup nur knapp
Lange Zeit schien die Etappe einem vertrauten Skript zu folgen. Eine frühe Ausreißergruppe um Casper Pedersen und Mathis Le Berre prägte die Anfangsphase, ehe das Feld den Vorstoß rund 60 Kilometer vor dem Ziel kontrolliert neutralisierte.
Die Ruhe endete, als Hoole rund 21 Kilometer vor Schluss aus dem Peloton attackierte. Der Niederländer riss rasch eine Lücke, während die Sprintteams zögerten, baute rund zwanzig Sekunden Vorsprung auf und zwang das Feld in eine ernsthafte Verfolgung.
Hoole drückte bis tief ins Finale und verteidigte noch in den letzten Kilometern einen kleinen Vorsprung, was kurz eine Überraschung per Solonummer möglich erscheinen ließ. Doch das Feld schluckte den letzten Angreifer innerhalb des Schlusskilometers, als die Sprintzüge mit voller Wucht Richtung Ziel schossen.
Sprint entscheidet die Etappe
Mit Hoole unter der Flamme Rouge gestellt, fiel die Entscheidung wie erwartet im Massensprint. Kanter zündete auf den letzten Metern die schnellste Beschleunigung und holte den Sieg vor Pithie nach einem schnellen, technisch anspruchsvollen Anflug auf die Linie.
Dahinter kämpfte das Peloton durch einen nervösen Schlusskilometer, nachdem es zuvor in der Endphase der Etappe bereits zu mehreren Stürzen gekommen war.
Lamperti behält Gelb
Während der Etappensieg an Kanter ging, blieb die Spitze der Gesamtwertung unverändert. Lamperti, der nach seinem Auftakterfolg im Gelben Trikot gestartet war, positionierte sich im Finale ohne Risiko und verteidigte die Gesamtführung.
Weiter geht es nun mit der 3. Etappe, wo das Mannschaftszeitfahren die erste größere Verschiebung in der Gesamtwertung erwarten lässt.