Ben Tulett fährt für Visma bei der Flèche Wallonne aufs Podium: „Wir waren uns nicht sicher, ob ich überhaupt starten würde“

Radsport
Mittwoch, 22 April 2026 um 17:06
Ben Tulett
Ben Tulett zeigte eine der herausragenden Leistungen der La Flèche Wallonne 2026 und wurde auf der Mur de Huy Dritter hinter Sieger Paul Seixas – trotz einer gestörten Vorbereitung, die seinen Start zeitweise infrage gestellt hatte.
Für Team Visma | Lease a Bike fuhr der Brite in idealer Position in den Schlussanstieg und behauptete sich gegen die stärksten Fahrer des Tages. Ein beeindruckender Umschwung nach seinem jüngsten Sturz im Baskenland.

„Mehr, als wir uns erhoffen konnten“

Tulett berichtete nach dem Rennen, dass sein Start bis kurz davor ungewiss war. „Ja, tatsächlich waren wir uns nicht sicher, ob ich heute überhaupt starten würde. Deshalb ist das nach meinem Sturz im Baskenland vor zwei Wochen eine große Überraschung. Die Dinge liefen nicht gerade reibungslos“, sagte er im Ziel zu Cycling Pro Net.
Dennoch blieb die Erwartung im Team verhalten optimistisch, auch wenn das Ergebnis die Hoffnungen übertraf. „Wir waren für dieses Rennen zuversichtlich, aber ich denke, das war mehr, als wir uns hätten ausmalen können. Das ist auf jeden Fall ein richtig guter Tagesabschluss.“

Positionierung entscheidend an der Mur de Huy

Die Folgen des Sturzes wirkten bis in die Vorbereitung nach und zwangen Tulett sogar zum Verzicht auf das Amstel Gold Race. Im Finale spielten sie jedoch keine Rolle. „Ja, natürlich spüre ich es noch ein bisschen, aber heute hat es mich offenkundig nicht beeinträchtigt.“
Auf einem so spezifischen Finale wie der Mur de Huy entscheiden Ausführung und Positionierung. Tulett unterstrich, wie zentral das für sein Resultat war. „Das Finale ist so hart, dass die Positionierung entscheidend ist, um hier ein gutes Ergebnis zu holen. Wir haben deshalb sehr darauf geachtet, so weit vorne wie möglich in die Mur einzubiegen – und ab dort sprechen die Beine.“
Das Resultat gewinnt zusätzlich an Gewicht nach den Herausforderungen der vergangenen zwei Wochen, in denen Tulett seine Regeneration nach dem Sturz im Baskenland sorgfältig steuern musste.
„Mein erstes WorldTour-Podium einfach genießen zu können, ist ein großer Moment meiner Karriere“, erklärte er. „Es waren anspruchsvolle Wochen, in denen wir die Erholung nach dem Sturz im Baskenland austarieren mussten. Das schon zwei Wochen später so abzuschließen, ist wirklich etwas Besonderes.“

Starkes Fundament in Richtung Lüttich

Tulett hob zudem die Rolle seiner Teamkollegen hervor, die ihn fürs Finale perfekt ablieferten. „Ich bin meinen Teamkollegen sehr dankbar, dass sie mich so gut positioniert haben.“
Die Leistung brachte nicht nur ein Podium auf einem der forderndsten Ardennen-Finale, sie liefert auch ein stabiles Fundament für Lüttich–Bastogne–Lüttich am kommenden Wochenende, wo erneut Form und Selbstvertrauen entscheidend sein werden.
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