Brady Gilmore vom NSN Cycling Team hat die 7. Etappe der Volta a Catalunya gewonnen - ein Durchbruchssieg, bei dem er Dorian Godon im Schlusssprint überspurte. Die Etappe stand zugleich im Zeichen eines intensiven GC-Duells, in dem
Remco Evenepoel und Florian Lipowitz
Jonas Vingegaard mehrfach unter Druck setzten.
Gleich nach dem Start setzte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Brandon McNulty, Liam Slock, Magnus Cort Nielsen, Einer Rubio und Darren Rafferty ab. Die nur 95 Kilometer lange Etappe begann mit einem komplett flachen ersten Abschnitt, den vor allem Red Bull - BORA - hansgrohe kontrollierte.
Favoriten liefern sich Schlagabtausch am Montjuic
37 Kilometer vor dem Ziel griff Remco Evenepoel an einer der Auffahrten zum Montjuic entschlossen an und setzte damit ein klares Zeichen im Kampf um den Gesamtsieg - eine reale Gefahr, die Jonas Vingegaard sofort erkannte und direkt konterte. Bei jeder Passage über den sehr steilen, nur 900 Meter langen Anstieg zerfiel das Feld erneut, während die Attacken im Favoritenkreis nicht abrissen.
Zwischen 40 und 25 Kilometern vor dem Ziel attackierten Vingegaard, Evenepoel und Florian Lipowitz immer wieder, doch am Ende präsentierten sich die drei nahezu gleich stark, sodass keiner entscheidend wegkam. Währenddessen stellte das Feld die Ausreißer, ehe Tobias Svarre von Uno-X die nächste Gelegenheit nutzte und sich 18 Kilometer vor dem Ziel aus einer kleinen Angriffsgruppe löste.
Am Fuß des vorletzten Anstiegs setzte Marc Soler zur Attacke an, gefolgt von seinem Bergtrikot-Rivalen Giulio Ciccone und Ben O'Connor. Das Trio holte Svarre zurück, danach griff Ciccone über die Kuppe hinweg erneut an, Svarre fiel zurück und von hinten schlossen mehrere Fahrer auf, als Oscar Onley wieder beschleunigte und Jonas Vingegaard sowie Remco Evenepoel sofort reagierten.
Am letzten Anstieg attackierte Luca Vergallito, während das Feld überraschend zurückhaltend blieb. Enric Mas startete seine Offensive am Gipfel, doch die Hauptfavoriten verzichteten weiterhin auf eine direkte Antwort. Florian Lipowitz zog die Schlussrampe entschlossen durch, trotzdem blieb das Feld groß - und Dorian Godon hielt weiterhin Kontakt zur Spitze.
Red Bull - BORA - hansgrohe bereitete anschließend den Sprint auf der Abfahrt vor, doch Godon positionierte sich rechtzeitig an der Spitze und schien bereits wie der sichere Sieger. Dann setzte Brady Gilmore vom NSN Cycling Team von hinten zu seinem entscheidenden Antritt an und sicherte sich seinen ersten WorldTour-Triumph. Godon und Evenepoel belegten die Plätze zwei und drei, während Jonas Vingegaard seinen Gesamtsieg bestätigte.