UAE Team Emirates - XRG sieht nach einem von Stürzen geprägten Saisonstart endlich Licht am Ende des Tunnels. In diesem Kontext bekommt Tadej Pogacar ein wichtiges Puzzleteil für die
Flandern-Rundfahrt und Paris–Roubaix zurück: das Renncomeback von
Mikkel Bjerg.
Der Däne kehrte am Freitag nach einer langen Wettbewerbspause zurück, genau rechtzeitig, um seine Form für das unmittelbare Ziel zu schärfen: die Flandern-Rundfahrt.
Bjerg hatte nach seinem Sturz beim
Tour Down Under fast zwei Monate pausieren müssen. Er erlitt Brüche an der Hand und am Schultereckgelenk. Zwar saß er relativ schnell wieder auf dem Rad, verpasste jedoch den Auftakt der Europa-Kampagne.
Sein Comeback gab er bei der E3 Saxo Classic, wo er nach Wochen mit Reha und Training wieder Rennhärte sammelte.
Ein Team unter Druck
UAE musste einen besonders komplizierten Jahresauftakt meistern. Auf Bjergs Ausfall folgten die Stürze von Jay Vine und Jhonatan Narváez in Australien sowie Tim Wellens’ schwerer Crash bei Omloop Het Nieuwsblad.
Diese Serie an Rückschlägen zwang das Team zu Planänderungen, einschließlich Rennabsagen und der Beförderung eines Fahrers aus der Entwicklungsstruktur. Eine Lage, die laut Bjerg selbst eine gewisse Dringlichkeit innerhalb der Gruppe erzeugt hat.
Der Däne brachte es vor seiner Rückkehr klar auf den Punkt: Wenn sich Ausfälle häufen, wird jede Verzögerung im Heilungsprozess für die Verbleibenden zum größeren Problem.
Pogacar hält die Linie
Trotz dieses Hintergrunds hielt die Mannschaft ihr sportliches Niveau extrem hoch, vor allem dank Pogacars Form. Der Slowene lieferte mit Siegen bei Strade Bianche und Milano–Sanremo Schwergewichte ab und stabilisierte das Team in einer heiklen Phase.
Dennoch wurde die Rückkehr von Fahrern wie Bjerg im Setup sehnlich erwartet – für sportliches Gleichgewicht und eine breitere Arbeitslastverteilung.
Mit den Monumenten in vollem Gange ist sein Comeback eine Schlüsselverstärkung für eine UAE-Equipe, die personell aufrüsten muss, um ihre Dominanz im Frühjahr zu untermauern.