„Gut sein reicht nicht“ – Fabian Cancellara beherrschte einst das Kopfsteinpflaster und weiß, was es braucht, damit Mathieu van der Poel das Gleiche erreicht

Radsport
Sonntag, 29 März 2026 um 13:30
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Mathieu van der Poel peilt an diesem Freitag seinen dritten E3 Saxo Classic in Serie an und zieht damit mit Fabian Cancellara gleich, der das Rennen 2010, 2011 und 2013 gewann. So hart die flämische Klassikerprüfung ist, auf dem Kopfsteinpflaster entscheiden auch Taktik, Positionierung und am Ende das Glück. Der Schweizer betont, dass pure Überlegenheit auf dem Rad längst nicht ausreicht, um solche Rennen zu gewinnen.
Mitten zwischen den großen und finalen Kopfsteinpflaster-Klassikern sind die Einblicke von Fahrern wie Cancellara und seinem langjährigen Rivalen Tom Boonen Gold wert. Vor gut zehn Jahren stand der heutige Manager des Tudor Pro Cycling Team in einer ähnlichen Rolle wie van der Poel: Auf seinem Topniveau gab es nur wenige, die ihn ernsthaft fordern konnten. Das trug ihm zahlreiche Siege auf höchstem Niveau in mehreren Frühjahrs-Kampagnen ein. Doch er argumentiert, dass Erfolge am Ende nur Zahlen seien und nicht darüber entscheiden, wer der bessere Fahrer ist.
„Es verändert etwas für euch Journalisten, für die Geschichtsbücher, für mich, aber letztlich heißt das nicht, dass er besser geworden ist“, sagte Cancellara gegenüber L’Équipe. Der Schweizer hat dennoch nur Lob für van der Poel übrig, Sieger mehrerer Ausgaben von Milano-Sanremo, der Ronde van Vlaanderen und Paris–Roubaix – und zahlreicher weiterer Nicht-Monumente im Kalender.

Van der Poel hebt den Radsport auf ein höheres Niveau

„Er hebt den Radsport auf ein höheres Niveau. Das ist in jedem Fall eine sportliche Leistung; Rekorde zu brechen, sorgt immer für Aufmerksamkeit.“ Zwar wird er inzwischen häufig von Tadej Pogacar gekontert, doch beide stehen in den Eintagesrennen zu dieser Jahreszeit weiter über dem Rest. Leicht ist das dennoch nicht, trotz ihrer außergewöhnlichen Physis.
„Wenn die Dominanz groß ist, wirkt es von außen einfach, aber gut zu sein, reicht nicht. Es ist ein Zusammenfluss von Umständen“, schloss er.
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