Ergebnisse Giro d’Italia, 19. Etappe – Sepp Kuss gewinnt Bergschlacht, Arensman kann Gall und Vingegaard nicht folgen

Radsport
Freitag, 29 Mai 2026 um 17:36
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Etappe 19 des Giro d’Italia war die härteste der Rundfahrt, doch in den Dolomiten fielen die großen Attacken erst am Anstieg nach Pianni di Pezzè. Aus der Flucht heraus holte Sepp Kuss seinen ersten Giro-Etappensieg und komplettierte damit seine Liste mit Etappensiegen in allen drei Grand Tours; dahinter verteidigte Jonas Vingegaard seine Führung durch die Dolomiten souverän.
Die 151 Kilometer lange Etappe begann mit 45 relativ flachen Kilometern, wodurch in der ersten Rennstunde mehrere Ausreißer-Kandidaten ihre Kräfte schonten. Auf einigen Wellen gab es Angriffe und zwei kleine Gruppen setzten sich ab.
Mark Donovan fuhr in der ersten Gruppe, stürzte jedoch und musste aufgeben, wodurch sein Teamkollege Chris Harper allein mit Johannes Kulset, Florian Stork, Fredrik Dversnes und Nico Denz an der Spitze blieb. Zu diesem Zeitpunkt, noch früh im Rennen, stieg Maglia-ciclamino-Anwärter Jhonatan Narváez aus, gezeichnet von den Folgen eines Sturzes nach der gestrigen Etappe.
Am Passo Duran entzündete sich im Peloton erneut die Action, nun setzten die Kletterer ihre Moves. Die vorderen Fünf bekamen zunächst eine Verfolgergruppe, später schlossen noch mehr Fahrer nach vorn auf. Visma hielt ein konstantes Tempo, ohne Attacken konsequent nachzugehen. Nachdem Damiano Caruso vorgefahren war, folgte eine separate Offensive: ein Zug von Tudor-Fahrern und Derek Gee lösten sich aus dem Feld.
Diese kleine Gruppe schloss zur Ausreißergruppe auf, in der Kletterer wie Giulio Ciccone, Einer Rubio, Enric Mas, Jan Hirt, Wout Poels, Chris Harper und David de la Cruz vertreten waren. Visma machte im Feld das Tempo, doch sie hatten auch Sepp Kuss in der Spitze, der freie Fahrt auf den Etappensieg bekam.

Ciccone geht solo

Am Anstieg nach Coi setzten sich Ciccone und Einer Rubio vom Rest ab, woraufhin in der Verfolgergruppe mit Nachdruck reagiert wurde. Das dünnte die Spitze weiter aus.
Das Duo wurde gestellt, und am Passo Giau entbrannte das Rennen erneut, nun hielten sich nur noch die stärksten Kletterer der Ausreißergruppe vorn. Im Peloton gab es keine Attacken, Red Bull half bei der Tempoarbeit, da Derek Gee und Michael Storer direkt in die provisorellen Podiumsplätze vorstießen. Giulio Pellizzari attackierte vorn, mehrere konnten jedoch mitgehen.
Giulio Ciccones starke Vorstellung brachte ihm das Blaue Trikot ein, er sammelte genug Punkte, um Jonas Vingegaard zu überholen. Am Passo Falzarego sprintete Derek Gee um die Bonifikationen am Red Bull Kilometer. Er traf dort auf einen frustrierten Einer Rubio, der Gesten in Richtung des Lidl-Trek-Fahrers zeigte; oben am Anstieg spurtete Rubio und schlug Ciccone auf der zweiten Bergwertung.
Ciccone war sichtlich verärgert über Rubios Aktionen an der Kuppe und sprintete in die erste Kurve der Abfahrt, wodurch er eine Lücke riss. Diese wuchs über die Abfahrt auf eine Minute an, während hinten Decathlon und INEOS die Verfolgung übernahmen, da ihre Podiumspositionen unter Druck gerieten.
Ciccone nahm den Schlussanstieg bei noch 5 Kilometern mit einer Minute Vorsprung auf die Gruppe um Gee, Michael Storer, Jan Hirt, Einer Rubio, Damiano Caruso, Sepp Kuss und Giulio Pellizzari in Angriff. Die Gruppe zerfiel rasch, Pellizzari attackierte, gefolgt von Kuss und Gee; das Peloton lag rund 1:30 Minuten hinter der Verfolgergruppe.
Im Peloton forcierte Decathlon ein hartes Tempo und Felix Gall attackierte noch in der ersten Hälfte des Anstiegs, gefolgt von Jonas Vingegaard, während Jai Hindley leicht dahinter fuhr – später schloss Pellizzari zu ihm auf. Thymen Arensman und Egan Bernal fielen jeweils einzeln zurück; Afonso Eulálio verteidigte derweil seine Chancen auf das Weiße Trikot gegen Davide Piganzoli.
Vorn ließ Sepp Kuss Piganzoli und Gee stehen und schloss zwei Kilometer vor dem Ziel zu Ciccone auf. Er griff direkt darüber hinweg an und riss die entscheidende Lücke. Der Amerikaner holte den Etappensieg. Derek Gee wurde Tageszweiter, Ciccone rettete Rang drei.
Pellizzari gab alles, um den Abstand der GC-Gruppe auf Thymen Arensman zu vergrößern und verhalf damit Jai Hindley erfolgreich auf Platz drei.

Ergebnis Giro d’Italia 2026, Etappe 19 

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