Ergebnisse Etoile de Besseges, 4. Etappe | Joppe Heremans überrascht und holt seinen ersten Profisieg

Radsport
durch Nic Gayer
Samstag, 07 Februar 2026 um 15:48
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Etappe 4 der Etoile de Besseges endete nicht im erwarteten Massensprint, sondern mit einem späten Paukenschlag: Joppe Heremans perfektionierte sein Timing, setzte sich im Schlusskilometer ab und holte sich aus einem bereits dezimierten Feld den Tagessieg.
Zuvor hatte eine frühe Dreiergruppe mit Valentin Retailleau, Tommaso Bessega und Clement Davy weite Teile des Tages geprägt. Das Trio baute jedoch nie einen Vorsprung auf, der im Feld echte Unruhe auslöste. Unibet Rose Rockets übernahm die Kontrolle im Peloton und hielt die Lücke souverän, als das Rennen auf die Zielrunden zusteuerte.

Heremans nutzt das Zögern eiskalt aus

Innerhalb der letzten zehn Kilometer kippte das Gleichgewicht. Bessega musste als Erster abreißen lassen und wurde gestellt, ehe auch die verbliebenen Ausreißer nacheinander absorbiert wurden, als das Tempo spürbar anzog. Mit neutralisierter Flucht rückten mehrere Teams für den erwarteten Sprint nach vorn, darunter Decathlon CMA CGM Team, Alpecin-Premier Tech und Van Rysel Roubaix.
Doch statt eines klar strukturierten Lead-outs entwickelte sich das Finale zu einem nervösen Spiel aus Positionieren und Zögern. Als das Peloton auf die Zielgerade einbog, stockte das Tempo kurz – genau der Moment, auf den Heremans gewartet hatte.
Der Belgier lancierte seinen Angriff im Schlusskilometer, öffnete sofort eine Lücke und setzte den entscheidenden Stich. Dahinter fehlte die koordinierte Reaktion. Zwar nahmen Paul Lapeira und Lukas Kubis die Verfolgung auf, doch die Ziellinie kam zu früh.
Heremans überquerte den Strich vier Sekunden voraus und sicherte sich einen clever herausgefahrenen Sieg. Lapeira belegte Rang zwei, Kubis wurde Dritter – ein Resultat, das dem Unibet-Profi zugleich half, seine Position in der Gesamtwertung zu festigen.
Matteo Moschetti, Louis Hardouin, Axel Huens und Mathieu Kockelmann erreichten gemeinsam mit weiteren Fahrern das Ziel, während das Feld zwar zerteilt, aber geschlossen einrollte.
Nach einem Tag der Kontrolle zeigte das Finale eindrucksvoll, wie schnell Zögern auf diesem Niveau bestraft wird. Etappe 4 belohnte Timing mehr als reine Endschnelligkeit – mit Heremans’ entscheidendem Vorstoß, während andere auf einen Sprint warteten, der nie wirklich zur Entfaltung kam.

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