Remco Evenepoel hat die
Amstel Gold Race 2026 gewonnen. Die erste der Ardennen-Klassiker entwickelte sich zu einem weitgehend taktikarmen Rennen, in dem der Olympiasieger an den Anstiegen der stärkste war und im Schlussprint Titelverteidiger
Mattias Skjelmose überspurte.
Das 257 Kilometer lange Rennen startete in Maastricht und führte das Feld über die hügeligen, explosiven Straßen im niederländischen Limburg. In der Gruppe des Tages fuhren neun Fahrer: Huub Artz, Filip Maciejuk, Marco Frigo, Warren Barguil, Xabier Mikel Azparren, Joseba López, Siebe Deweirdt, Valentin Retailleau und Abram Stockman.
Das Neuner-Grüppchen arbeitete effizient, während im Peloton vor allem Red Bull - BORA - hansgrohe den Großteil der Nachführarbeit leistete. In den letzten zwei Rennstunden erhöhte das deutsche Team das Tempo, um Vorgriffe zu unterbinden – das zerlegte das Feld wiederholt und verstärkte die Müdigkeit in einem Rennen, in dem Ausdauer entscheidend ist.
So blieb das Feld relativ kompakt, bis 43 Kilometer vor dem Ziel am Kruisberg Romain Grégoire attackierte, gefolgt von Remco Evenepoel und Kévin Vauquelin. Auch Matteo Jorgenson, Mattias Skjelmose und Mathieu Burgaudeau sprangen mit. Die Gruppe setzte sich gleichzeitig vom Peloton ab und schloss zu Huub Artz auf. Unterdessen war Marco Frigo solo an der Spitze unterwegs.
Doch binnen weniger Minuten wurde die Gruppe auseinandergerissen, als Vauquelin, Jorgenson und Artz stürzten – Burgaudeau blieb dahinter hängen. Der Visma-Fahrer war vom Sturz am stärksten betroffen. Vorn blieben nur Evenepoel, Skjelmose und Grégoire, die kurz darauf Marco Frigo einholten.
Über die vielen Anstiege hinweg sorgte Evenepoel für hohes Tempo, ließ zunächst Frigo fallen und dann, 22 Kilometer vor dem Ziel, auch Grégoire. Das Duo sollte den Sieg unter sich ausmachen, während die übrigen Fahrer von einer Verfolgergruppe gestellt wurden.
Im Sprint eröffnete Skjelmose von vorn, doch Evenepoels Antritt war unerreichbar. Im Kampf um Rang drei versuchte Frigo mehrfach, auf dem flachen Schlussstück zu überraschen, blieb jedoch erfolglos. Benoît Cosnefroy sprintete auf den dritten Platz und komplettierte das Podium.