„Ich konnte nicht mehr den Unterschied ausmachen“ – Demi Vollering verpasst im taktisch geprägten Rennen den Kampf um den Sieg bei der Amstel Gold Race

Radsport
Sonntag, 19 April 2026 um 16:39
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Das Amstel Gold Race Ladies ist oft taktisch geprägt – und heute bestätigte sich das erneut. Ein hartes Rennen, aber ohne übermäßige Schlüsselanstiege, auf dem sich dennoch Differenzen herausfahren lassen. Demi Vollering war bergauf wohl die stärkste Fahrerin, doch mehr als ein Podium lag nicht drin, weil Paula Blasi früh attackierte.
„Ich hatte gute Beine, aber ich konnte keinen Unterschied mehr machen. Trotzdem bin ich zufrieden damit, wie wir als Team das Rennen in die Hand genommen haben. Das hat niemand gesehen, aber wir haben lange von vorn gefahren und damit Schaden angerichtet“, sagte Vollering im Ziel im Interview, zitiert von IDLProCycling.
FDJ United - Suez übernahm Verantwortung und arbeitete den ganzen Tag – ein Preis, der später fällig wurde. „Es ist wirklich, wirklich schade, dass man nur die letzten 50 Kilometer gesehen hat, denn von Beginn an sind wir als Team sehr stark und dominant gefahren“.
„Bevor wir in die lokale Runde kamen, sind wir jeden Anstieg Vollgas hoch. Es ist wirklich schade, für alle, dass das nicht sichtbar war. Amber und Eva sind dort sehr hart gefahren, und Franzi (Koch, Paris-Roubaix Femmes-Siegerin, Anm.) hat sich in dieser Phase ebenfalls gezeigt. Deshalb hatten wir im Finale auch nicht mehr so viele Fahrerinnen übrig.“

Manchmal klappt es, manchmal nicht – selbst wenn man die Stärkste ist

Auf den letzten Kilometern fehlte FDJ die Feuerkraft, um das Rennen weiter zu verschärfen, und Vollering konnte sich nicht entscheidend absetzen. Nienke Vinke und Paula Blasi lösten sich aus dem Feld, und die Spanierin hatte vor dem finalen Anstieg zum Cauberg bereits zu viel Vorsprung.
„Das lag daran, dass unser Ziel war, das Rennen hart zu machen, um Fahrerinnen wie Lorena Wiebes vor dem Finale zu eliminieren. Amstel ist hart, aber nicht knüppelhart. Also hatten wir trotz unseres hohen Tempos noch ein großes Feld.“
Am Ende griff sie gemeinsam mit Kasia Niewiadoma an, und das Duo fuhr auf die Plätze zwei und drei. Die Europameisterin sicherte sich den letzten Podestplatz. „Vielleicht müssen wir nächstes Mal am Start ein bisschen Energie sparen“, meinte sie.
„Ich habe es schon kommen sehen, weil wir so motiviert waren, das Rennen hart zu machen. Irgendwann dachte ich: ‚Ah, vielleicht sind wir zu früh zu fahren angefangen.‘ Aber gut, das war der Plan, und manchmal geht er auf, manchmal nicht. Mittwoch und Sonntag sind wieder andere Rennen.“
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