"Er muss sich auf eine Sache konzentrieren, anstatt ein Domestique für Jonas Vingegaard zu sein" - Fabian Cancellara warnt Wout van Aert vor den Klassikern
Wout van Aert hat große Ambitionen für diese Saison, aber mit Mathieu van der Poel in guter Form, der wieder einmal sein größter Rivale ist, hat die Zeitfahrlegende Fabian Cancellara den Star des Team Visma - Lease a Bike gewarnt.
"Ich kenne Wout nicht, aber wenn man sich Wout vor zwei Jahren anschaut, glaube ich nicht, dass er langsamer geworden ist, aber er muss sich auf eine Sache konzentrieren, anstatt der letzte Domestique für Jonas Vingegaard zu sein und so weiter", sagte Cancellara am Dienstagmorgen gegenüber GCN und drückte seine Sorgen um den Belgier aus. "Es ist wie bei Filippo Ganna, er denkt immer noch an die Strecke und nicht nur voll an die Straße, denn meiner Meinung nach könnte er immer noch Roubaix und Flandern fahren."
Während van der Poel natürlich selbst Ambitionen hat und das Regenbogentrikot sowohl auf der Straße als auch beim Cyclocross trägt, glaubt Cancellara, dass van Aert sich ein Beispiel an seinem größten Rivalen nehmen könnte, um besser um Monumentensiege zu kämpfen. "Wenn man sich auf eine Sache konzentriert, wird man vielleicht besser. Es ist so, als ob sich Van der Poel auf sein Zeitfahren konzentrieren würde. Das ist nicht gut und wir sehen bei Mathieu, dass er sich auf weniger Dinge konzentriert, aber dort, wo er sich konzentriert, ist er super gut", erklärt der Schweizer. "Daran müssen die anderen meiner Meinung nach noch arbeiten."
"Die Leistung von Mathieu war eine Sache in der E3, dann sahen wir den Wechsel, den Sturz von Wout, und dann sahen wir ein starkes LIDL-Trek am Sonntag. Es wird interessant sein zu sehen, ob Wout den Schritt von Dwars door Vlaanderen zum Sonntag machen kann", schätzt Cancellara ein. "Hat er sich erholt und hat er genug Selbstvertrauen, weil Mathieu im aktuellen Zeitplan weiter vorne liegt? Ist Wout's Team stark genug und kann es ihn ausreichend unterstützen?"
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.