„Er kann am Mur de Huy definitiv in die Top 10 fahren“: Belgischer Trainer analysiert Jarno Widar nach starkem Profidebüt

Radsport
Sonntag, 15 Februar 2026 um 7:15
jarno widar imago
Jarno Widar hat keine Zeit verloren, dem Profi-Peloton zu zeigen, wozu er fähig ist. Mit einem beeindruckenden vierten Platz bei der Figueira Champions Classic in Portugal bestätigte der 20-jährige Lotto-Intermarché-Profi den Hype um seinen Sprung in die WorldTour. Nach diesem explosiven Auftakt ordnet Belgien-Nationalcoach Serge Pauwels ein, was Fans in der Rookie-Saison des Giro Next Gen-Siegers 2024 erwarten dürfen.

Die Tour-de-France-Frage

Trotz des starken Starts bleibt Pauwels vorsichtig, wenn es darum geht, Widar im Hinblick auf sofortige Grand-Tour-Erfolge mit anderen Ausnahmetalenten wie Paul Seixas zu vergleichen. Er ist überzeugt, dass die neue Generation reif ist für große Siege, sieht bei den allergrößten Namen jedoch leicht unterschiedliche Zeitachsen.
„Ich habe es bereits gesagt und bleibe dabei: Es wird keine drei Jahre dauern, bis jemand wie Paul Seixas auf dem Podium der Tour steht“, erklärte Pauwels selbstbewusst in der Wieler Revue.
Bei Widar ist er hingegen zurückhaltender, was unmittelbaren Tour-Ruhm angeht. „Diese Aussage möchte ich über ihn noch nicht treffen. Aber Fakt ist: Er ist auch nicht weit davon entfernt.“ Für Pauwels beweist schon der Vergleich mit einem Kaliber wie Seixas, dass Widar zur „außergewöhnlichen Kategorie“ zählt.
Mit Blick auf den Kalender traut Pauwels Widar schon im Frühjahr ein Spitzenresultat zu. Der junge Belgier fährt die Volta ao Algarve und die Strade Bianche, doch der Coach sieht vor allem die Ardennen-Klassiker als große Chance.
„Ich denke zum Beispiel an La Flèche Wallonne“, analysierte Pauwels. „Am Mur de Huy allein kann er definitiv in die Top 10 fahren, davon bin ich überzeugt. Das ist wirklich eine Spezialität.“
Jarno Widar
Jarno Widar zählt zu den strahlendsten Talenten seiner Generation

Positionierung als größte Herausforderung für Widar

Trotz der in Portugal gezeigten physischen Klasse warnt Pauwels, dass der Sprung in die WorldTour mehr erfordert als reine Wattwerte. Die größte Hürde für Widar wird das Navigieren im Getümmel des Pelotons sein.
„Die [Herausforderung] liegt eher in der Arbeit davor, in der Positionierung“, prognostizierte der Coach. „Auf WorldTour-Niveau ist das immer noch einmal etwas anderes. Das wird für ihn das Schwierigste.“
Zur Steuerung seiner Entwicklung hat das Team einen Plan erstellt, der Rennen und Training ausbalanciert. Nach den Klassikern baut Widar auf die Tour de Suisse und San Sebastián hin, sein Grand-Tour-Debüt ist später im Jahr vorgesehen. „Sie werden ihn noch nicht zur Tour schicken. Es wird die Vuelta“, schloss Pauwels. „Wirklich Schritt für Schritt, das ist der richtige Weg.“
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