Die
Unibet Rose Rockets gehörten bei der
Amstel Gold Race erneut zu den Gesprächsstoffen – dank ihres unverkennbar offensiven Fahrstils und der Stimmung an ihrer inzwischen berühmten Fankurve am Straßenrand. Auch ohne echten Kandidaten für das ganz große Ergebnis hatte
Bas Tietema reichlich Gründe, Limburg zufrieden zu verlassen.
Rein die Resultate spiegeln die Leistung nicht vollständig wider. Mit Abram Stockman in der frühen Ausreißergruppe waren die Rockets über weite Strecken präsent. Später im Finale hielten sich Jelle Johannink, Lander Loockx und Adam Toupalik noch in der dritten Verfolgergruppe.
Am Ende standen statt einer Schlagzeile die Plätze 34 und 35, doch Tietema legte den Fokus anschließend lieber auf das große Ganze.
„Wir versuchen in jedem Rennen das Maximum herauszuholen, müssen aber auch realistisch sein. Wir haben den Schwerpunkt auf den Sprint gelegt und kämpfen mit Dylan Groenewegen auf dem höchsten Niveau der Welt. Diese Jungs müssen es auf andere Art machen. Wenn dann drei Fahrer um Platz zwölf sprinten, ist das gut. In diesen harten Kletter-Klassikern ist das derzeit unser Level“, sagte Bas Tietema zu
wielerflits.
Der Teammanager ging auch auf das Fehlen von
Victor Lafay ein, der in diesem Rennprofil normalerweise deutlich mehr Wirkung entfalten könnte.
„Das sind wirklich seine Rennen, besonders auch die
La Flèche Wallonne. Er befindet sich noch in der Erholung. Das frustriert ihn im Moment am meisten. Aber er darf keinesfalls zu früh zurückkommen.“
Lafay war vor einiger Zeit erkrankt und blieb deshalb wettkampflos.
„Er hätte vielleicht mit den stärkeren Fahrern mitgehen können, aber er stand nicht zur Verfügung.“
Abseits des Sportlichen sorgten die Rockets erneut für Stimmung an der Strecke – ein Markenzeichen des Teams während der Frühjahrskampagne.
„Unterm Strich war es ein guter Tag für die Rockets. Unsere eigene Kurve war wieder richtig stark. Ich habe dieses Jahr viele Fahnen gesehen. Es wird langsam zur Gewohnheit. Mit all den großen Klassikern im Kalender mussten wir viele Aktionen machen, aber es ist großartig zu sehen, dass es hier wieder ein großer Erfolg war.“
Für ein Team, das sich seinen Platz unter den etablierten Namen im Peloton noch aufbaut, war der Tag eine weitere Erinnerung daran, dass Sichtbarkeit, Angriffslust und Nähe zu den Fans fast so viel zählen können wie Resultate.