Analyse | Paul Seixas’ fünf größte Rivalen bei der Flèche Wallonne 2026

Radsport
Montag, 20 April 2026 um 21:30
Kevin Vauquelin
Die Ardennen-Klassiker rollen am Mittwoch, 22.04., weiter mit einem der packendsten Rennen der Saison: La Flèche Wallonne 2026. Die brutale Mur de Huy spielt Richterin, Jury und Henker und macht diese WorldTour-Klassikerentscheidung in den letzten Metern maximal dramatisch. Und in diesem Jahr richtet sich der Blick auf die Entdeckung des Pelotons: Paul Seixas. Doch wer kann ihn fordern?
Der französische Radsport erlebt den Aufstieg eines potenziell ganz Großen, womöglich eines künftigen Tour-de-France-Anwärters. Klar ist: Er ist längst mehr als nur ein Talent. Der Decathlon CMA CGM-Profi gewinnt bereits und dominiert seine Rivalen, wie er bei der Baskenland-Rundfahrt mit dem Gesamtsieg plus drei Etappen eindrucksvoll zeigte.
Dazu kommen ein weiterer Sieg bei der Faun-Ardèche Classic und Platz 2 bei Strade Bianche. Seixas ist ein Top-Klassikerfahrer und in dieser Form einer der Hauptfavoriten für seinen Debütstart bei La Flèche Wallonne. Sicher ist jedoch nichts, denn ein tief besetztes Feld will die Abwesenheiten von Tadej Pogacar und Remco Evenepoel ausnutzen.
Zu den Anwärtern zählen Seixas’ Landsleute Kevin Vauquelin, Lenny Martínez, Romain Gregoire und Julian Alaphilippe. Darüber hinaus Namen wie Mattias Skjelmose, Christian Scaroni, Giulio Ciccone, Alex Aranburu, Cian Uijtdebroeks, Iván Romeo, Benoit Cosnefroy… Doch wer sind Seixas’ fünf größte Gegenspieler bei La Flèche Wallonne?

1. Kevin Vauquelin

Trotz seines Sturzes beim Amstel Gold Race geht Kevin Vauquelin als Paul Seixas’ Gegner Nummer eins im Kampf um La Flèche Wallonne 2026 ins Rennen. Zur Erinnerung: Der INEOS Grenadiers-Profi wurde in den vergangenen beiden Ausgaben jeweils Zweiter (2024 hinter Stephen Williams und 2025 hinter Tadej Pogacar).
Die Form stimmt. Abseits des Ausrutschers in Amstel liefert Vauquelin eine starke erste Saison im INEOS-Trikot. Platz 4 in der Gesamtwertung von Paris–Nizza; ein Top-5-Gesamtresultat bei der Volta ao Algarve und ein Itzulia-Top-10 mit Rang 2 und 4 auf zwei Etappen.

2. Lenny Martínez

Als nächster französischer Herausforderer von Seixas folgt Lenny Martínez. Der junge Bahrain Victorious-Profi setzt seinen Weg Richtung Spitze konsequent fort. Sein Punch ist exzellent, ideal für die Rampe der Mur de Huy. Und seine Resultate 2026 (noch kein Ergebnis außerhalb der Top 5) zeigen: Er ist bereit für La Flèche Wallonne.
RennenErgebnis
Tour des Alpes-Maritimes 20265.
Faun-Ardèche Classic 20263.
Drôme Classic 20263.
Paris–Nizza 2026Etappensieg 8 und 5. Gesamt
Katalonien-Rundfahrt 20262. Gesamt sowie 2. auf Etappe 6 und 3. auf Etappe 5

3. Mattias Skjelmose

Als Dritter auf der Liste: der stets gefährliche Ardennen-Spezialist Mattias Skjelmose. Der Däne verpasste den Sieg beim Amstel Gold Race nur hauchdünn, als Remco Evenepoel ihn im Sprint schlug und die Titelverteidigung von 2025 verhinderte. Auch bei La Flèche war er im Vorjahr einer der Topkandidaten, ehe ein schwerer Sturz seine Ambitionen früh beendete.
2026 reist er erneut mit starken Auftritten nahezu überall an, wo er startete. Zu Platz 2 in Amstel kommen Rang 5 bei der Faun-Ardèche Classic, Platz 7 der Gesamtwertung bei der Katalonien-Rundfahrt und Platz 2 auf Etappe 2 der Baskenland-Rundfahrt. Für Lidl–Trek ist er klarer Fixpunkt an einem rot markierten Tag für das US-Team.
Mattias Skjelmose und Remco Evenepoel beim Amstel Gold Race 2026.
Mattias Skjelmose zählt nach seinem starken Amstel Gold Race zu den Favoriten bei La Flèche Wallonne.

4. Romain Grégoire

La Flèche Wallonne 2026 könnte gut und gern in den Farben der Tricolore enden. Denn neben den genannten Namen muss Paul Seixas auch einen weiteren Puncheur mit hoher Decke im Blick behalten: Romain Gregoire. Mit 23 Jahren und bereits 13 Siegen kommt der Groupama - FDJ United-Profi punktgenau für die Mur de Huy.
Der Franzose wird Vierter beim Brabantse Pijl und beim Amstel Gold Race, zwei Rennen, in denen seine Attacken das Geschehen prägten. Zuvor wurde er Vierter bei Strade Bianche, noch früher gewann er die Drôme Classic, und er eröffnete seine Saison mit Gesamtrang 5 bei der Vuelta a Andalucía.

5. Christian Scaroni

Viele Namen könnten hier auf Platz fünf stehen. Movistar Team hat mit Cian Uijtdebroeks oder Iván Romeo starke Trümpfe, doch Christian Scaroni wirkt als stabilere Wahl.
Der XDS Astana Team-Profi zählt zu den besten Puncheuren der Welt. Drei Siege hat er 2026 bereits eingefahren: bei der Classica Camp de Morvedre, auf der Schlussetappe der Volta a Omã und in der Gesamtwertung ebendort. In Klassikern ist er fast immer im Rampenlicht. Und das Gefühl bleibt: Seine zehn Profisiege bilden sein Niveau eher untertrieben ab. Der Italiener traf oft nur das Aluminium.
Ohne Zweifel gehört Scaroni neben Vauquelin, Martínez, Skjelmose und Gregoire zu Paul Seixas’ Hauptgegnern für La Flèche Wallonne 2026. Natürlich kann jederzeit ein Außenseiter für die Überraschung sorgen.
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