„Eines der Rennen, das mir liegt, aber die Konkurrenz ist wirklich stark“ – João Almeida schätzt den Härtetest gegen Vingegaard und Evenepoel bei der Katalonien-Rundfahrt ein

Radsport
Montag, 23 März 2026 um 14:45
Almeida
João Almeida reist zur Katalonien-Rundfahrt einem Parcours, der seinen Stärken entgegenkommt – aber auch mit einer Vorbereitung, die nicht völlig reibungslos lief. Nach einer Krankheit, die ihn aus Paris–Nizza nahm, trifft der Portugiese auf ein hochkarätiges Gesamtklassement-Feld um Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel.
Vor diesem Hintergrund ist die Katalonien-Rundfahrt nicht nur Chance, sondern ein früher Formtest. „Ich glaube, es geht mir gut. Ich habe einen guten Trainingsblock hinter mir. Nicht riesig, aber ich denke, er war gut. Schauen wir, wie es ist“, sagte der Portugiese zu Cycling Pro Net.
Diese nüchterne Einschätzung verbindet Zuversicht mit Vorsicht. Das Profil liegt Almeida, doch bei dieser Gegnerschaft bleibt der Fehlerraum minimal.
„Große Anwärter, ein wirklich starkes Feld. Hoffentlich bleibt das Wetter jeden Tag gut, und ja, es wird ein hartes Rennen. Alles ist angerichtet für eine gute Woche, aber auch für viel Schmerz in den Beinen.“

Ein Rennen, das passt – aber nicht exklusiv

Auf dem Papier gibt es nur wenige Frühjahrsrennen, die Almeidas Profil besser treffen. Ohne Zeitfahren, das Lücken reißt, zählen Konstanz am Berg und Positionierung über wiederholte Bergankünfte und giftige Anstiege. „Ich denke, es liegt mir. Vielleicht ist es eines der Rennen, die mir am besten liegen. Aber die Konkurrenten sind sehr stark, und es liegt ihnen ebenfalls.“
Darin liegt die Herausforderung. In Katalonien geht es nicht nur um Eignung, sondern darum, wie sich Fahrer gegen Gegner schlagen, die dem Terrain ebenso gewachsen sind.
Für UAE Team Emirates - XRG ist Almeida Teil einer breiten Struktur und nicht alleiniger Kapitän. Brandon McNulty und Jay Vine bieten zusätzliche Optionen in den Bergen, was dem Team Flexibilität gibt, falls früh aggressiv gefahren wird oder das Rennen über mehrere Etappen zerfällt.

Keine frühen Risiken auf Etappe 1

Die Auftaktetappe ist für Klassementfahrer oft heikel: Windkanten oder kleine Lücken können zu ungeplanten Verlusten führen. Reduzierte Sprints verleiten bisweilen GC-Fahrer zur Positionsjagd, doch Almeida wirkt nicht bereit, so früh unnötige Risiken einzugehen. „Daran zweifle ich ein wenig, aber vielleicht … wer weiß.“
Das klingt zurückhaltend und passt zur Gesamtstrategie. Mit entscheidendem Terrain später in der Woche dürfte die Priorität darin liegen, aus dem Gröbsten herauszubleiben statt frühe Moves zu forcieren.
Angesichts der kombinierten Stärke von Vingegaard, Evenepoel und einer breiten Unterstützer-Riege über mehrere Teams ist Almeidas Aufgabe klar. Das Rennen liegt ihm – aber ebenso fast allen, die er schlagen muss.
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