„Du zerstörst das Wolfpack“ – Lefevere enthüllt: Remco Evenepoel stand während der Fusionsgerüchte um Visma - Lease a Bike unter Beschuss durch einen Teamkollegen

Radsport
Samstag, 19 September 2026 um 10:45
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Remco Evenepoel verließ Soudal - Quick-Step Ende 2025, doch zuvor versuchten viele Teams, ihn zu verpflichten. Beim belgischen Team kursierten Ende 2023 sogar Gerüchte über eine Fusion mit Team Visma | Lease a Bike, was einen Fahrer dazu brachte, Remco Evenepoel anzuschnauzen.
Im Jahr 2023, Vismas Goldenem Jahr mit drei unterschiedlichen Siegern bei allen drei Grand Tours, nahmen die Gespräche Fahrt auf, weil Jumbo bald als Sponsor aussteigen sollte.
Das Team wollte an der Spitze des Sports bleiben, und eine Fusion mit Soudal - Quick-Step wurde erwogen und sogar vorangetrieben. Am Ende scheiterte das Vorhaben.
Vieles davon hing mit Remco Evenepoel zusammen, den das niederländische Team unbedingt verpflichten wollte. Über Jahre war bekannt, dass Visma und INEOS am nunmehrigen Olympiasieger interessiert waren – dessen Vertrag schließlich Ende 2025 von Red Bull - BORA - hansgrohe herausgekauft wurde.
Remco Evenepoel bei der Clásica San Sebastián 2026
Remco Evenepoel ist seit seinem Wechsel zu Red Bull - BORA - hansgrohe in Siegesserie

Mauri Vansevenants hitzige Auseinandersetzung mit Remco Evenepoel

Und Evenepoels „Rolle“ in dieser Causa brachte einen seiner Teamkollegen dazu, ihn anzufahren. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass Mauri vor zwei Jahren, kurz vor der Lombardei-Rundfahrt – mitten in all den Fusionsgerüchten um Quick-Step und Visma – Remco im Bus angegangen ist“, schrieb der frühere Teamchef Patrick Lefevere in seiner Kolumne bei Het Nieuwsblad. „Du zerstörst das Wolfpack“, soll er gesagt haben.
Lefevere, inzwischen im Ruhestand, aber weiterhin im Dunstkreis des Teams, schilderte die damaligen Spannungen innerhalb der Mannschaft – sogar der Anführer geriet in die Schusslinie. Zwar schien sich die Lage später zu beruhigen, doch „Patje“ machte Vansevenants Vater als Auslöser für den Konflikt aus.
„Vor allem anfangs stand er zu sehr unter dem Einfluss seines Vaters Wim (ebenfalls Ex-Profi, Anm.) und dessen eher konservativer Rennauffassung. Zu Wims Ehrenwort sei gesagt: Er hat erkannt, dass er seine eigene Laufbahn und Erfahrungen zu stark auf seinen Sohn projiziert haben könnte. Ich war stets der Meinung, dass sein Vater ihn an diesen Punkt gebracht hat.“

Lefevere enttäuscht von Vansevenants Leistungen

Lefevere wollte Mauri Vansevenant, der 2020 beim belgischen Team Profi wurde, für seine damaligen Worte nicht kritisieren. Doch wie schon bei früheren Fahrern fand er deutliche Worte für den 27-Jährigen:
„Ich war derjenige, der ihn verpflichtet hat, und seien wir ehrlich: Es wurde kein Erfolg. Ich möchte nicht zu hart mit Mauri ins Gericht gehen, denn er ist bestimmt ein guter Kerl. Vielleicht ist sein ‚Motor‘ einfach etwas kleiner, als wir eingeschätzt hatten.“
Zwar ist es weder offiziell noch öffentlich bestätigt, doch Lefevere bestätigte ein offenes Gerücht: Mauri Vansevenant hat für 2027 bei Lotto-Intermarché unterschrieben. „Ich wünsche Mauri und Wim ein großartiges zweites Kapitel beim Lotto-Team“, schloss er.
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