Transfermarkt: Mauri Vansevenant wechselt 2027 zu Lotto-Intermarché

Radsport
Sonntag, 03 Mai 2026 um 10:30
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Der belgische Kletterer Mauri Vansevenant setzt seine Karriere bei Lotto-Intermarché fort. Nachdem klar war, dass für ihn bei Soudal - Quick-Step kein Platz mehr ist, musste der 26-Jährige nicht lange auf einen neuen Vertrag bei der rivalisierenden belgischen WorldTeam-Mannschaft für den kommenden Winter warten. Der Wechsel ist eine besondere Heimkehr, denn Vansevenant tritt exakt in die Fußstapfen seines Vaters, Wim Vansevenant.

Ein ausgewiesener Puncheur und Grand-Tour-Etappenjäger

Auf dem Bauernhof seines Vaters aufgewachsen, erarbeitete sich Vansevenant den Ruf für seinen markanten Fahrstil. Im Sommer 2020 wurde er Profi bei Deceuninck-Quick-Step und avancierte rasch zu einem geschätzten Mitglied in Patrick Lefeveres Team.
2021 setzte er sofort ein Ausrufezeichen, als er den GP Industria & Artigianato vor Bauke Mollema und Mikel Landa gewann. In den Folgejahren entwickelte er sich zum Anwärter in hügeligen Klassikern und einwöchigen Rundfahrten. Zudem hat er alle fünf Grand Tours, die er bislang gestartet ist, zu Ende gefahren – bei seinem Vuelta a España-Debüt 2021 war er einem Etappensieg sehr nahe.
Im vergangenen Monat wurde Vansevenant laut WielerFlits mitgeteilt, dass es für die Saison 2027 keinen Platz mehr bei Soudal - Quick-Step gibt. Er fand schnell ein neues Zuhause, denn Lotto-Intermarché empfing ihn mit offenen Armen.
Das Team suchte aktiv nach erfahrenen Kletterern zur Unterstützung seines 20-jährigen Supertalents Jarno Widar. Mit den bis Ende 2027 auslaufenden Verträgen der aktuellen Stars Arnaud De Lie und Lennert Van Eetvelt ist Widar derzeit als unangefochtener künftiger Kapitän positioniert. Vansevenants Verpflichtung ist daher ein zentraler strategischer Baustein für die Berge.
Vansevenant hat 3 Profisiege
Vansevenant hat 3 Profisiege

Das Erbe der Lanterne Rouge

Während Mauri sein Debüt bei der Tour de France noch vor sich hat, machte sich sein Vater ausgerechnet bei der Frankreich-Rundfahrt einen besonderen Namen. Wim Vansevenant fuhr für Davitamon-Lotto (den direkten Vorgänger des heutigen Lotto-Intermarché-Teams). Statt an der Spitze des Feldes prägte Wim das Geschehen ganz hinten. Er hält den Rekord als Schlusslicht der Tour de France und sicherte sich die berüchtigte Lanterne Rouge drei Jahre in Folge: 2006, 2007 und 2008.
Vansevenant senior war keineswegs ein „Anti-Kletterer“, wusste aber, dass der letzte Platz im Gesamtklassement enorme Aufmerksamkeit und lukrative Startgelder bei den Post-Tour-Kriterien garantierte.
Sein Abschluss 2008 ist besonders legendär. Auf der Schlussetappe auf den Champs-Élysées ließ sich der Österreicher Bernard Eisel aus dem Feld zurückfallen, im Gesamtklassement nur 53 Sekunden vor Vansevenant. Als der Belgier die Gefahr für seine „Krone“ als Letzter erkannte, nahm er Tempo heraus und ließ sich zu Eisel zurückfallen – und machte so den historischen Hattrick perfekt.
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