Marc Solers Fehlen im Aufgebot von UAE Team Emirates – XRG für die
Vuelta a España 2026 ist erklärt: Der Spanier erholt sich von drei gebrochenen Rippen und einer Ellbogenverletzung nach einem Trainingssturz unmittelbar vor seinem geplanten Renncomeback.
Der 32-Jährige wollte die Vuelta a Burgos als letzten Härtetest vor der Spanien-Rundfahrt nutzen, stürzte jedoch am Tag vor der Abreise.
Laut MARCA erlitt Soler drei Rippenfrakturen, einen starken Aufprall im Bereich des Radiuskopfs sowie weitere Schäden am Ellbogen. Damit strich er Burgos und die Vuelta umgehend aus seinem Programm.
Damit fehlt der Vuelta einer ihrer verlässlichsten Etappenjäger der jüngeren Vergangenheit in einer UAE-Auswahl, die um Tadej Pogacar und Joao Almeida aufgebaut ist. Soler gewann in vier seiner letzten fünf Starts bei seiner Heim-Grand-Tour jeweils eine Etappe, zuletzt 2025 an der La Farrapona.
Geplant war erneut eine Doppelrolle, die er bei UAE häufig ausfüllt: Absicherung der Klassementkapitäne, wenn nötig, und zugleich genug Freiheiten für eigene Angriffe auf Etappensiege.
Vier Etappensiege in Solers letzten fünf Vuelta-Teilnahmen
Soler startete siebenmal bei der Vuelta und verbuchte vier Einzelerfolge. Der erste datiert aus 2020, weitere folgten 2022 und 2024. In der vergangenen Saison fügte er an der La Farrapona den vierten hinzu, indem er aus der Flucht attackierte und im Schlussabschnitt der Bergetappe solo davonfuhr.
In seinen fünf jüngsten Vuelta-Teilnahmen blieb nur die Ausgabe 2023 ohne Etappensieg. 2019 wurde er zudem Gesamtneunter, doch zuletzt lag sein Wert vor allem in aggressiven Fluchten, ohne seine Aufgaben im Dienst der UAE-Kapitäne im Gesamtklassement zu vernachlässigen.
Seine Saison 2026 brachte bereits einen Solosieg auf der Auftaktetappe der Vuelta a la Región de Murcia und Platz sechs der Gesamtwertung bei Paris–Nizza. Zudem wurde er Zweiter der Bergwertung bei Itzulia Basque Country.
Sein Giro d’Italia endete nach nur zwei Etappen, doch die Vuelta blieb großes Ziel für die zweite Saisonhälfte. Die Vuelta a Burgos war als letzter Formtest vor Monaco vorgesehen. Der Sturz ereignete sich am Tag vor der geplanten Abreise nach Burgos.
Soler hat vier Vuelta-Etappensiege in seiner Palmares
Mindestens zwei weitere Wochen bis Solers Rückkehr auf die Straße
Soler wurde in der Quirón-Klinik in Barcelona behandelt, die Fäden wurden ihm am Mittwoch gezogen. Sein Ellbogen ist so weit abgeheilt, dass er wieder auf der Rolle trainieren kann.
Medizinische Prognosen sehen seine Rückkehr ins Straßentraining frühestens in zwei Wochen. Ein angepasstes Rennprogramm hängt davon ab, wie Rippen und Ellbogen weiter verheilen.
UAE reist damit ohne einen ihrer produktivsten Vuelta-Angreifer nach Monaco. Pogacar und Almeida führen die achtköpfige Auswahl an, mit Jay Vine, Pavel Sivakov und Pablo Torres als starker Kletterunterstützung.
Soler ist zwar wieder im Indoor-Training, doch der Sturz, der seine Serie von vier Etappensiegen in den letzten fünf Vuelta-Starts beendete, hält ihn noch mindestens einige Wochen von der Straße fern.