„Dieser Este von EF war komplett verrückt“ – Pascal Ackermann über die Gefahr, Sprints beim Giro d’Italia früh zu eröffnen

Radsport
Montag, 11 Mai 2026 um 12:00
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Pascal Ackermann hat im Trikot von Team Jayco AlUla noch nicht gewonnen, bei der Giro d’Italia 2026 fehlte er in den ersten Massensprints jedoch nicht. Der deutsche Sprinter wurde bei beiden Gelegenheiten der bulgarischen Grande Partenza Siebter, ist aber unzufrieden damit, wie einer seiner Rivalen gesprintet ist.
Auf der 1. Etappe gehörte der 32-Jährige zu den wenigen Fahrern, die dem Massensturz auf dem Weg nach Burgas entkamen, und sprintete anschließend auf Rang sieben. Während die Sprinter am zweiten Tag kaum Chancen hatten, rückten sie auf der dritten Etappe wieder in den Fokus. Ackermann belegte erneut Platz sieben, diesmal ohne Stürze im Finale.
„Ich war super nervös, weil heute nichts passiert ist. Es war eine richtig breite Straße, aber irgendwann war ich in einem tollen Windschatten, dem von Magnier“, sagte Ackermann im Ziel. Das Finale enthielt eine leichte Linkskurve mitten im Sprint, nicht ideal für die Sicherheit der Fahrer. Ackermann hatte jedoch vor allem Beschwerden über einen Rivalen.
Gemeint ist Madis Mihkels, der am Ende Vierter wurde. „Dieser Este von EF war komplett verrückt. Er ist in die Kurve reingeschossen und hat mich eingeklemmt; ich bin froh, dass ich auf dem Rad geblieben bin“, schilderte er. Dennoch gab es im Jurybericht der Etappe keine Erwähnung von Mihkels.

Der echte Giro d’Italia beginnt am Dienstag

Ackermann zeigt gute Form, braucht aber mehr Gelegenheiten, um sie auszuspielen. In der Vergangenheit hat er dreimal beim Corsa Rosa gewonnen und 2019 sogar die Maglia Ciclamino geholt. Diesmal jedoch ist das ein deutlich schwierigeres Unterfangen.
„Die Beine werden immer besser, aber ich mag Rennen nicht, in denen nichts passiert und alles super easy ist, deshalb freue ich mich sehr auf die nächste Woche“, gibt er zu. „Ich hoffe auf ein paar ruhige Tage, aber auch auf große Renntage – und ich denke, ich werde da sein.“
Die 4. Etappe könnte bereits ganz anders verlaufen: Ein 14-Kilometer-Anstieg mit 6 % steht in den Schlussstunden an und dürfte einigen Sprintern zu schaffen machen. Das könnte Ackermann entgegenkommen.
„Ich glaube, jeder weiß, was nächste Woche kommt, und jeder weiß, dass das Rennen kontrolliert wird, weil viele Sprinter dabei sind. Aber ich hätte nicht erwartet, dass niemand in die Gruppe geht. Ich denke, nächste Woche beginnt das richtige Racing und der Giro d’Italia.“
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