„Das Tempo, das er am Ende zeigte, ist enorm“: Marcel Kittel lobt Groenewegens Sprint, während die Unibet Rose Rockets ihren Tritt finden

Radsport
Montag, 11 Mai 2026 um 9:00
Dylan Groenewegen
Das Auftaktwochenende des Giro d’Italia in Bulgarien ist offiziell abgehakt, und die schnellen Männer hatten reichlich Gelegenheit, die Beine zu testen. Für die Unibet Rose Rockets, die ihre erste Grand Tour bestreiten, waren diese ersten drei Tage eine große Lernkurve. Während Etappe 1 für Dylan Groenewegen im Sturz endete, zeigte Etappe 3, dass das Team bereit ist, gegen die Weltspitze um Siege zu kämpfen.

Ein perfekter Lead-out, durch einen kleinen Moment Verzögerung zunichte gemacht

Am ersten Sprinttag lief es für das Team nicht rund: Groenewegen wurde auf dem falschen Fuß erwischt und stürzte. Auf Etappe 3 dagegen lief der Sprintzug wie am Schnürchen. Elmar Reinders positionierte Groenewegen ideal, um seinen Sprint am Ende des Rennens zu lancieren.
In den letzten Hundert Metern, über tückisches Innenstadt-Kopfsteinpflaster, zögerte Groenewegen jedoch kurz vor einer Linkskurve. Er musste einen Moment anbremsen und verlor damit den nötigen Speed. Als er wieder im Tritt war, war es zu spät. Er kam in den letzten 100 Metern noch stark auf, musste sich aber mit Rang drei begnügen.
„Das Team hat einen super Job gemacht. Was bei der ersten Sprintchance schiefging, hat heute gut funktioniert. Aber ich hätte einfach früher gehen müssen; ich glaube, ich bin bei etwa 300 Metern losgefahren“, gab Groenewegen nach dem Rennen zu. „Ich hatte die Geschwindigkeit, so dumm…”
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Dylan Groenewegen hat in dieser Saison bereits vier Siege eingefahren

Marcel Kittel blickt aufs große Ganze

Sprintcoach Marcel Kittel stimmte zu, dass Groenewegen an diesem Tag wohl der Schnellste war. Er betonte, dass das kurze Zögern vor der Kurve den Siegschwung gekostet habe. Im Gesamtbild ist der frühere deutsche Sprintstar jedoch sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft zusammenarbeitet.
„Selbst wenn ich hier realistisch draufblicke, bewerte ich das sehr positiv. Wir haben uns in den ersten drei Tagen dieses Giro d’Italia weiterentwickelt“, erklärte Kittel gegenüber Indeleiderstrui. „Am ersten Tag war das Zusammenspiel der Jungs noch nicht ganz top, weil es eben ein Team ist, das noch zusammenwachsen muss.“
Mit Fahrern wie Lukas Kubis und Matyas Kopecky, die ihre Rollen im Zug noch verinnerlichen, war Kittel beeindruckt, wie schnell sie sich steigerten und ihren Kapitän sicher nach vorn brachten.
„Ich finde, wir haben schon am dritten Tag eindrucksvoll gezeigt, dass wir das können“, sagte Kittel. „Wir sprinten hier gegen die besten Teams und Sprinter der Welt und konnten uns in diesem Finale zeigen, das eigentlich ziemlich hart war. Es gab hier keine Kurven, dadurch wurde es ein Abwarten. Ich muss auch Elmar Reinders ein Kompliment machen, der das Team im Finale sehr gut gecoacht hat. Das ist eine sehr gute Basis, trotz der Enttäuschung, dass wir nicht gewonnen haben. Für Dylan ist das eine wichtige Bestätigung.“
Auch wenn Groenewegen wegen des verpassten Sieges enttäuscht war, wertet Kittel das positiv. Es zeigt seinen Hunger und dass der Körper bereit ist zu gewinnen. „Er ist in guter Form. Diese Endgeschwindigkeit war enorm“, ergänzte Kittel. „Dylan ist ein Topathlet und er kommt nicht her, um Dritter zu werden. Das verstehe ich vollkommen. Aber es ist unsere erste Grand Tour und mit der Kontrolle und der Initiative haben wir gezeigt, dass wir hier eine Rolle spielen.“
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