"Die großen Champions müssen sich selbst unter Druck setzen" - Nairo Quintana trotz Krankheit enttäuscht über ausbleibendes Ergebnis bei der Tour Colombia
Nairo Quintana ist in Kolumbien ein absoluter Superstar und war einer der Fahrer, die diese Woche bei der Tour Colombia im Mittelpunkt standen. Ursprünglich als Favorit für die Gesamtwertung gehandelt, wurde "Nairoman" von einer Grippe heimgesucht, die seine Chancen auf ein erfolgreiches Comeback im Peloton zunichte machte.
"Er hatte die Grippe, das ist es, was passiert ist, nichts weiter. Es ist nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste", sagte Team DS Pablo Lastras gegenüber Cyclingnews. "Er fühlte sich ein wenig blockiert, aber es ist nichts Besorgniserregendes, nichts Beunruhigendes. Nairo macht sich selbst viel Druck, wenn er hier fährt, aber ich denke, die großen Champions müssen sich selbst Druck machen. Sie müssen wissen, wie man damit umgeht, und Nairo weiß das, weil er ein Sieger ist."
Quintana zeigte sich bei den nationalen Meisterschaften in der Woche zuvor in guter Form und zeigte sowohl beim Zeitfahren als auch beim Straßenrennen gute Leistungen. Auf den ersten Etappen der Woche schien er ein gleichmäßiges Tempo zu fahren, aber der 30 Kilometer lange Alto del Vino offenbarte seine anhaltende Schwäche. Quintana war erkrankt und wurde früh abgehängt, so dass er weder um den Etappensieg noch um die Gesamtwertung kämpfte.
"Ursprünglich sollte Nairo bei der Volta Valenciana an den Start gehen, aber dann wurde dieses Rennen erst spät bestätigt - Ende November, glaube ich - also haben wir seinen Kalender schnell geändert. Wir mussten ihn hier haben - für Nairo selbst, für das Land, für die Marke, für den Verband", so Lastras weiter. "Er ist so etwas wie der Botschafter des Landes. Also musste er hier sein, und er wollte auch hier sein."
In der Ergebnisliste steht allerdings nur ein relativ unbedeutender 19. Platz. Die Rückkehr ins Wettkampfgeschehen ist jedoch wichtig, nachdem er ein Jahr lang nicht teil des WorldTour-Pelotons war. Eine wertvolle Erfahrung für den 34-Jährigen, der sich auf den Giro d'Italia im Frühjahr vorbereiten will. Es wird erwartet, dass Quintana bald nach Europa zurückkehrt und das Rennen O Gran Camino bestreitet, wo er sich mit Fahrern wie Jonas Vingegaard und Cian Uijtdebroeks messen wird.
"Es ist klar, dass ein Jahr ohne Wettkampf ihn einiges gekostet hat, denn im Radsport geht es um Rhythmuswechsel", fügte Luis Fernando Saldarriaga, früherer Trainer des Kolumbianers, hinzu. "Er muss sich erst wieder an diese Rhythmuswechsel gewöhnen, und das wird Zeit brauchen."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
🇨🇴🙌🏼 Viva Colombia, viva el @TourColombiaOfi
Han sido dos semanas maravillosas. Gracias por todo vuestro cariño.
Iván Sosa terminó entre los 10 primeros de la general, @fndogaviria se llevó una etapa… y el jefe @nairoquinco volvió, como hoy en Bogotá, a encontrarse con su