Arnaud De Lie erlebte bei der
Tour de France einen weiteren schweren Tag, blieb aber im Rennen, nachdem er die
zweite Etappe deutlich hinter dem Peloton beendete. Der Belgier fiel 80 Kilometer vor dem Ziel zurück und erreichte den Zielstrich in Barcelona gemeinsam mit Teamkollege Baptiste Veistroffer, der wie geplant auf ihn wartete und unterstützte.
Lotto fokussiert auf De Lies körperliche und mentale Erholung
Lotto hatte erwartet, dass De Lie auf der anspruchsvollen und heißen Etappe Schwierigkeiten bekommen würde, nachdem er krankheitsbedingt angeschlagen zur Tour angereist war. Das Team bestätigte, dass er letztlich innerhalb des Zeitlimits ankam, und hofft trotz der erneut schweren Strecke auf eine Besserung in den kommenden Tagen.
Sportdirektor
Kurt Van de Wouwer sagte, De Lies Abschneiden sei unter den Umständen weitgehend erwartbar gewesen. „Das war natürlich zu erwarten. Unter normalen Umständen, auf diesem Kurs und bei dieser Hitze, hätte er ebenfalls gelitten.“
„Alles lief im Großen und Ganzen wie erwartet. Er kam innerhalb des Zeitlimits ins Ziel, was heute nie ein Problem sein würde. Wir ließen Baptiste Veistroffer wie geplant auf ihn warten.“
Arnaud De Lie on stage 1 of the 2026 Tour de France
Hohe Erwartungen der Fans
Van de Wouwer räumte den mentalen Druck ein, dem der Belgier ausgesetzt ist, der um seine Topform ringt. „Er ist auch nur ein Mensch.“
„Es lastet viel Druck von den Unterstützern und den Medien auf ihm. Die Erwartungen sind hoch und wenn man hier erneut angeschlagen anreist, ist das für den jungen Mann sicher nicht angenehm.“
Trotz der Rückschläge bleibt Lotto zuversichtlich, dass De Lie sich im Verlauf des Rennens erholen kann. „Das Zeitfahren gestern war einigermaßen in Ordnung und heute kam er sicher ins Ziel. Wir hoffen, dass er sich in den kommenden Tagen stabilisiert.“
„Als er bei der gestrigen Streckenbesichtigung vom Rad musste, war das ein schwieriger Moment. Wir haben ihn rund eine halbe Stunde in Ruhe gelassen und dann mit ihm gesprochen. Mental ist er jetzt stabil.“