Der Tourstart von
Arnaud De Lie steht schon vor dem ersten Pedaltritt in Frage. Sein Team Lotto–Intermarché bestätigte Magenprobleme, weshalb er die Teampräsentation am Donnerstagabend verpasste.
Während die 23 Teams für die
Tour de France 2026 vor der Kulisse der ikonischen Sagrada Família in Barcelona vorgestellt wurden, fehlte in der Einstimmung auf das Mannschaftszeitfahren am Samstag ein Name auffällig – De Lie.
Bereits vor der Präsentation
kündigte Lotto an, dass der belgische Sprinter nicht erscheinen werde und im Hotel bleibe, um sich wenige Tage vor Tourbeginn von Magenproblemen zu erholen.
Eine Teammitteilung bestätigte die Nachricht: „Arnaud De Lie leidet an einer Magenverstimmung und wird an der heutigen Teampräsentation der
Tour de France nicht teilnehmen.“
Weiter hieß es: „Vorsorglich bleibt er im Hotel, um sich auszuruhen und zu regenerieren, mit dem Ziel, zum Start der Tour de France am Samstag vollständig bereit zu sein. Wir wünschen Arnaud eine schnelle Genesung.“
Die Meldung weckt unerwünschte Erinnerungen für De Lie und Lotto. Der 24-Jährige verpasste aus ähnlichen Gründen bereits die Teampräsentation beim Giro d’Italia und hofft, dass sich das sportliche Déjà-vu im Rennen nicht wiederholt.
De Lies Giro-d’Italia-Albtraum
Beim Giro wurde De Lies Rennen durch einen schweren Magen-Darm-Infekt, ausgelöst durch Kuhdung bei der Lotto Famenne Ardenne Classic, komplett zerstört. Die Erkrankung zwang ihn schließlich auf der 4. Etappe zum Ausstieg.
Nach dem Giro meldete sich der Belgier stark zurück und gewann eine Etappe bei der Tour de Wallonie – ein deutlicher Fingerzeig an die schnellen Männer, wozu er in Topform fähig ist.
Der Sprinter ist am Saisonende vertragslos und soll das Team Berichten zufolge verlassen. Die Tour-Nominierung hat Fragen zur internen Unterstützung für De Lie aufgeworfen.
In RTBFs „On connaît nos classiques“ stellte Rodrigo Beenkens infrage, ob Lotto–Intermarché De Lie die nötige Unterstützung gibt, um aus achtbaren Platzierungen Siege zu machen.
„Wenn man sich diese Auswahl anschaut, frage ich mich immer noch, wer Arnaud schützt, der in zwei Tours bereits achtmal in die Top fünf gefahren ist“, sagte Beenkens. „Damit er irgendwann gewinnen kann, muss er zuerst gut positioniert und möglicherweise sauber lanciert werden. Auf dem Papier entsteht nicht der Eindruck, dass er geschützt wird.“