Der Transfermarkt 2026 ist längst nicht abgeschlossen, und einige Schwergewichte sind weiterhin in Bewegung. Derek Gee sorgt seit Monaten für Schlagzeilen, nachdem er seinen Vertrag mit Israel - Premier Tech aufgelöst hat, und sein nächstes Ziel scheint inzwischen so gut wie festzustehen.
Gee wurde beim diesjährigen Giro d’Italia Vierter und schien auf Kurs für einen Start bei der Vuelta a España, fehlte dort jedoch kurzfristig. Grund war die Vertragsauflösung mit dem Team, als Hauptursache nannte er Differenzen mit dem Management.
Seither befindet er sich in einem Rechtsstreit mit den Teameignern, was eine sofortige Neuverpflichtung erschwerte. Der aktuelle Stand des Verfahrens ist nicht bekannt, jedoch steht seine Zukunft im Peloton nicht zur Debatte, und sein neuer Rennstall scheint bereits festzustehen.
Im August galt INEOS Grenadiers als Favorit für eine Verpflichtung ab 2026, doch das Bild hat sich zuletzt gewandelt. Die britische Mannschaft hat weiterhin Kaderplätze zu besetzen, doch Oscar Onley und Sam Welsford dürften diese Rollen übernehmen.
Gee steuert nun höchstwahrscheinlich auf Lidl-Trek zu. Sowohl Daniel Benson als auch Ciro Scognamiglio berichten von seiner Ankunft im Hotel des US-Teams am Samstag. Eine Transferbekanntgabe könnte somit unmittelbar bevorstehen. Laut Gazzetta dello Sport steht der Giro d’Italia auf seinem möglichen Rennprogramm, wo er an der Seite von Jonathan Milan fahren könnte.
Am Freitagnachmittag verdichtete sich zudem das Bild der Tour-de-France-Auswahl: Sicher dabei sein sollen mindestens Juan Ayuso, Mattias Skjelmose, Mads Pedersen, Mathias Vacek, Quinn Simmons und Giulio Ciccone, ergänzt durch zwei noch nicht benannte Fahrer.
Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Editor-in-chief
In meiner Nachbarschaft wuchs man mit der Tour de France auf. Sie war überall – es waren die letzten großen Jahre von Eddy Merckx. Wir waren Kinder, trugen Trikots und spielten die gesamte Rundfahrt nach. Zwei Brücken wurden zu unseren „Bergen“, und wir rasten über Straßen, als Autos noch nicht den Ton angaben. Mit 13 Jahren war mein Herz endgültig dem Radsport verfallen. In einem Urlaub in Frankreich durfte ich nach langem Drängen eine echte Bergetappe fahren – mit meinem Fahrrad von zu Hause, drei Gängen, Licht, dicken Reifen und Schutzblechen.
Ich brach früh auf, fuhr den Col de Joux Plane und anschließend Morzine-Avoriaz. Proviant: eine Tüte Kirschen, kein Wasser, keine Erfahrung. Von Les Gets aus wurde es trotzdem der glücklichste Tag meines Lebens. Als ich die Häuser auf halber Höhe des Joux Plane erreichte, wusste ich, dass ich nicht aufhören würde zu treten. Oben angekommen trank ich an einem Baumstamm – und spürte eine Freude, die ich bis heute mit dem Radsport verbinde. Im Tal stand die Entscheidung an: zurück oder weiter nach Avoriaz. Ich fuhr weiter, ohne anzuhalten, und schaffte auch den zweiten Anstieg. Mit meinem knallroten, eigentlich lächerlichen Rad überholte ich Fahrer auf echten Rennrädern. Wieder dieses Glück.
Dieses unverfälschte Gefühl begleitet mich bis heute – und es ist der Ursprung meiner Arbeit. Ich bin Chefredakteur von Radsportaktuell.de und verantworte die redaktionelle Ausrichtung der Plattform: Themenpriorisierung, Qualitätsstandards, Faktenprüfung und die konsequente Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen. Neben der Leitung der Redaktion schreibe und editiere ich selbst und lege besonderen Wert auf klare Einordnung, präzise Sprache und nachvollziehbare Analysen.
Radsport ist für mich mehr als Leidenschaft. Er ist ein komplexer Leistungssport, der Kontext, Genauigkeit und Verantwortung verlangt – genau diesen Anspruch vertrete ich in unserer täglichen Berichterstattung.
Info @Gazzetta_it - Update about the move of Derek Gee to @LidlTrek from 2026: sources told us that the canadian rider today has joined team training camp in Spain. @giroditalia could be in his schedule @cycling_podcast according to our info