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„Der Giro d’Italia hat immer ein Überraschungsmoment“: Wer führt Vismas Aufgebot bei der Corsa Rosa an?

Radsport
Jonas Vingegaard und Tadej Pogacar bei der Tour de France
Die Streckenpräsentation des Giro d’Italia 2027 hat bei Visma | Lease a Bike für Begeisterung gesorgt. Sieben Bergankünfte stehen im Programm, ein Parcours also, der Titelverteidiger Jonas Vingegaard auf den Leib geschneidert scheint. Offen bleibt, ob der Däne im kommenden Mai tatsächlich an den Start geht, um sein Rosa Trikot zu verteidigen.
Die Organisatoren haben eine bergreiche Route vorgestellt. Die Schlusswoche hat es in sich: Sie beginnt mit einer Königsetappe, auf der die Fahrer den legendären Mortirolo mit dem Passo Gavia kombinieren, bevor sie den Mortirolo ein zweites Mal bezwingen müssen. Dazu kommen 56 Kilometer im Zeitfahren.

Vingegaard dominierte den Giro 2026

In dieser Saison fuhr Vingegaard der Konkurrenz im Gesamtklassement davon. Er gewann fünf Etappen und verteidigte das Rosa Trikot in der zweiten und dritten Rennwoche souverän. Mit dem Giro-Sieg vervollständigte er das Triple: Er hat nun alle drei großen Landesrundfahrten gewonnen.
Jonas Vingegaard posiert mit der Giro-d’Italia-Trophäe
Mit seinem Sieg beim Giro d’Italia komplettierte Vingegaard den Grand-Tour-Treble
Für sein Team bietet die Route viele Chancen. Marc Reef, Head of Racing bei Visma, hob das Bergzeitfahren auf der siebten Etappe hervor. Auf dieser Prüfung liegt sein Hauptaugenmerk. Welche Fahrer Visma im Mai ins Rennen schickt, ließ Reef allerdings offen.
„Es ist eine wunderschöne Strecke, die Möglichkeiten für alle Fahrertypen bietet“, sagte Reef nach der Präsentation. „Um diesen Giro d’Italia zu gewinnen, braucht man viele verschiedene Qualitäten. Das macht ihn zu einer richtig spannenden Herausforderung.“

Reef freut sich auf Bergzeitfahren und Zoncolan

Besonders das Bergzeitfahren reizt den Rennleiter. „Diese Disziplin sehen wir nur selten, aber sie sorgt immer für viel Spannung“, erklärte er. Auch das Wochenende zum Auftakt gefällt ihm: Dort könnten sich gleich mehrere Fahrertypen zeigen, kurz darauf folgt die erste echte Bergetappe.
Reef lobte vor allem die Mischung der Etappen. „Das Schöne an dieser Route ist die Abwechslung. Sie gibt dem Rennen eine zusätzliche Dimension“, sagte er. Gespannt blickt er außerdem auf die Bergetappe in der Toskana mit Ziel in Zum Zeri. „Es ist immer toll, Anstiege zu fahren, die wir nicht so gut kennen.“
Die schwersten Tage warten laut Reef zum Schluss: „Die härteste Phase des Rennens kommt in der letzten Woche, mit einer extrem anspruchsvollen Bergetappe und einem langen Zeitfahren.“

Pogacar fehlt: Vingegaard als Favorit?

Dass Vingegaard 2027 als Gesamtsieger-Kandidat gilt, liegt auch an Tadej Pogacar. Der UAE-Kapitän hat bereits bestätigt, dass er den Giro nicht fährt. Reef schwärmte von der Geschichte der Königsetappe mit Mortirolo und Gavia. „Danach am Schlusswochenende noch auf den Monte Zoncolan zu fahren, ist etwas ganz Besonderes. Das sorgt für ein spektakuläres Finale“, sagte er.
Die Rundfahrt überrasche stets aufs Neue, so Reef. Die Organisatoren hätten wieder eine starke Strecke zusammengestellt und führten die Fahrer neben bekannten Anstiegen erneut auf weniger vertrautes Terrain. „Wir werden die Route genau analysieren und dann den bestmöglichen Plan erarbeiten.“
Ob Vingegaard dabei die Hauptrolle spielt, entscheidet sich in den kommenden Monaten.
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