Nur wenige Tage vor dem Start der
Tour de France 2026 analysierte
Alberto Contador für Eurosport – den Sender, bei dem er in Spanien erneut die Frankreich-Rundfahrt kommentieren wird – die Rolle, die einer der Shootingstars des Pelotons,
Paul Seixas, spielen könnte, und ging zugleich die Liste der Anwärter auf das Gelbe Trikot durch.
„El Pistolero“ ist überzeugt, dass der enorme Hype um das junge französische Talent kein Problem werden muss, denn aus seiner Sicht entsteht der größte Druck bei der Grande Boucle immer im Fahrer selbst.
„Ich glaube sogar, das kann eine zusätzliche Motivation sein. Der Druck, den sich ein Champion selbst macht, ist unendlich größer als der von außen – Zeitungen, Öffentlichkeit, Fans, Fernsehen… Der Druck, den du dir gibst, weil du ehrgeizig bist und gewinnen willst, ist immer viel größer als der von draußen“, sagte er gegenüber
Eurosport.
Contador ist ein Fahrer mit großer Grand-Tour-Erfahrung und war zu Beginn seiner Karriere ebenfalls jemand, der schon in jungen Jahren in dreiwöchigen Rundfahrten Außergewöhnliches leistete – für die damalige Zeit.
Pogacar und Vingegaard starten mit einem Vorsprung
Bei der Benennung der Hauptfavoriten auf den Gesamtsieg machte Contador klar, dass Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard angesichts ihrer Erfolgsbilanzen im Rennen weiterhin die maßgeblichen Referenzen sind.
„Ich denke, es gibt Fahrer, die es sich verdient haben, wie Tadej Pogacar, der viermal gewonnen hat, oder Vingegaard selbst, der zweimal gewonnen hat, die theoretisch vor ihm liegen und größere Favoriten sind, da er noch eine Unbekannte ist.“
Der Spanier ist der Meinung, dass Seixas’ fehlende Erfahrung in einer dreiwöchigen Rundfahrt ihn im Hinblick auf die Gesamtwertung schwer einschätzbar macht, räumt aber ein, dass das Talent des Franzosen kein Szenario ausschließt.
Paul Seixas wird sein Debüt bei der Tour de France geben
Contador schließt Seixas aus keinem Duell aus
Gerade wegen des Potenzials, das der junge Franzose gezeigt hat, wollte Contador die Tür zu einem historischen Sieg beim Debüt nicht zuschlagen.
„Aber zu behaupten, es sei unmöglich, dass Paul Seixas die Tour gewinnt, tut mir leid, das würde ich nicht behaupten.“
Seine Aussagen spiegeln sowohl den Respekt vor der jüngsten Dominanz von Pogacar und Vingegaard als auch die hohe Wertschätzung wider, die Seixas schon vor seiner ersten Tour de France genießt.