„Das Rennen verlief genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten“: Mauro Schmid und Luke Plapp zerlegen die Konkurrenz in Oman

Radsport
Samstag, 07 Februar 2026 um 7:00
MauroSchmid
Es hat länger gedauert, als Team Jayco AlUla gehofft hatte, doch Mauro Schmid hat 2026 endlich den ersten Sieg eingefahren. Die Australier hätten dieses Häkchen gerne schon auf heimischem Boden beim Tour Down Under oder der Cadel Evans Great Ocean Road Race gesetzt, doch letztlich beendete der Schweizer Meister am Freitag in Oman bei der Muscat Classic (1.Pro) das Warten. Als zusätzlicher Grund zum Feiern stand Teamkollege Luke Plapp mit auf dem Podium.
Das Appetithäppchen vor der am Samstag beginnenden Tour of Oman rollte verhalten an: Nur ein mutiger Solist, Baptiste Veistroffer, suchte früh die Flucht – leicht zu kontrollieren für das Feld. Weil im Peloton wenig Eile herrschte, erreichte eine große Gruppe den Fuß des Schlussanstiegs nach Al Jissah, 5 Kilometer vor dem Ziel.
Dort zögerte Adam Yates (UAE) keine Sekunde und beschleunigte. Nur Luke Plapp und Mauro Schmid konnten folgen. Das Trio baute rasch genug Vorsprung auf, sodass klar war, dass der Sieg unter ihnen entschieden wird. Plapp lancierte den Sprint für Schmid, der dem deutlich schmaleren Yates im direkten Duell keine Chance ließ.
„Es fühlt sich großartig an, hier zu gewinnen“, sagte Schmid anschließend auf der Team-Website. „Ich wusste, dass mir dieses Rennen sehr liegt und ich nach den Rennen in Australien in guter Form bin.“ Schmid wurde Gesamtzweiter beim Tour Down Under und belegte im anschließenden Eintagesrennen Rang vier.

Perfektes Rennen

Schmid räumt ein, dass die aus australischen Rennen punktlos abgereiste Mannschaft eine bittere Pille schlucken musste. Entsprechend klar war das Ziel für heute, mit einer geschlossen umgesetzten Vorab-Strategie.
„Wir waren heute sehr motiviert, und ich muss sagen, es lief alles perfekt. Ich wusste, ich muss oben am letzten Anstieg ankommen – alleine oder in einer kleinen Gruppe – und mich dann auf einen starken Sprint konzentrieren. Luke an meiner Seite zu haben, war entscheidend, weil ich mich so optimal auf den Sprint vorbereiten konnte“, betont der Schweizer Meister den Beitrag seines Teamkollegen.
Luke Plapp spielte eine Schlüsselrolle bei Mauro Schmids Sieg bei der Muscat Classic
Luke Plapp spielte eine entscheidende Rolle bei Mauro Schmids Sieg bei der Muscat Classic

Luke Plapp

Luke Plapp war letztlich nicht in der Position, selbst auf den Sieg zu fahren, da seine Chancen im Sprint gegen Adam Yates deutlich schlechter waren als die seines Teamkollegen. Ansonsten lief das Rennen jedoch exakt so, wie die beiden es zuvor skizziert hatten.
„Heute war perfekt. Mauro und ich sind hier Zimmerkollegen und haben in den letzten Tagen viel darüber gesprochen“, verrät Plapp. „Genau das, was wir besprochen hatten, ist eingetreten. Wir sagten, es wäre ideal, wenn wir mit Adam Yates wegfahren und Mauro ihn dann im Sprint schlagen könnte. Es war eine Frage der Geduld. Bei der Hitze wurde es immer härter, und vor dem letzten Anstieg gab es große Löcher. Ich glaube, alle waren ziemlich müde, als wir ins Finale gingen. Am Ende sind wir es perfekt gefahren und haben den Sieg geholt.“
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