Der Transfermarkt der Women's WorldTour könnte vor einem seiner spektakulärsten Wechsel der vergangenen Jahre stehen. Berichten zufolge bahnt sich für eines der größten Talente im Frauenradsport ein millionenschwerer Deal an. Ein Team soll bereit sein, die Ausstiegsklausel von
Paula Blasi zu aktivieren, um sie bereits für die Saison 2027 zu verpflichten.
Wie Wielerflits berichtet, hat die Spanierin bereits einem Wechsel zu Movistar ab 2027 zugestimmt. Noch vor wenigen Wochen galt ein Engagement bei Lidl-Trek als wahrscheinlich. Zwar verlängerte die 23-Jährige ihren Vertrag bei
UAE Team ADQ erst kürzlich und ließ eine Ausstiegsklausel in Höhe von 100.000 Euro aufnehmen, doch nun scheint der Weg zum spanischen Team frei zu sein. Dort soll ihr ein Vertrag winken, der ihr nahezu eine Million Euro pro Saison einbringen würde.
Blasis steiler Aufstieg sorgt für großes Interesse
Die Spanierin befindet sich aktuell mitten im endgültigen Durchbruch an der Weltspitze. Bereits im vergangenen Jahr machte sie mit dem U23-Europameistertitel sowie Platz vier bei der Tour de Romandie und Rang sechs bei der Tour de l'Avenir auf sich aufmerksam.
2026 gelang schließlich der nächste große Entwicklungsschritt. Nach Platz drei bei der Tour Down Under feierte sie mit dem Amstel Gold Race und der Vuelta a España zwei der bislang größten Siege ihrer Karriere und etablierte sich endgültig in der Weltspitze.
Nach ihrem Triumph bei der Vuelta a España machte ihr Manager Alex Carera keinen Hehl mehr aus seinen ehrgeizigen Plänen. Durch ihre Erfolge beim Amstel Gold Race und der La Vuelta Femenina hatte sich Blasi innerhalb weniger Monate zu einer der begehrtesten Fahrerinnen des Pelotons entwickelt.
Im Gespräch mit
The Athletic erklärte Carera, welches Ziel er nun verfolgt. Auf die Frage, ob er Blasi als erste Fahrerin der Geschichte einen Vertrag über eine Million Euro pro Jahr verschaffen wolle, antwortete er unmissverständlich: „Das ist mein Ziel.“
Für Carera ist diese Entwicklung nur folgerichtig. „Weil sie der Star der Zukunft im Radsport ist.“
Konstanz statt Eintagsfliege
Die Ergebnisse der Saison 2025 unterstreichen diese Einschätzung eindrucksvoll. Neben ihren Erfolgen beim Amstel Gold Race und der La Vuelta Femenina fuhr Blasi auch auf Rang drei bei La Flèche Wallonne sowie auf Platz fünf bei Lüttich–Bastogne–Lüttich.
Damit erhielt ihre starke Frühjahrssaison zusätzliches Gewicht. Ihre Erfolge waren keineswegs das Resultat eines einzelnen Überraschungscoups, sondern Ausdruck einer konstanten Entwicklung auf höchstem Niveau. Mit ihren Leistungen etablierte sich die Spanierin dauerhaft in der Weltspitze des Frauenradsports.