Ergebnisse Tour de France Femmes 2026, 9. Etappe – Demi Vollering gewinnt die Rundfahrt mit furiosem Solo am Schlusstag

Radsport
durch Nic Gayer
Sonntag, 09 August 2026 um 19:00
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Demi Vollering hat die Tour de France Femmes 2026 gewonnen. Die Fahrerin von FDJ United-SUEZ krönte ihre Vorstellung in Nizza mit einem eindrucksvollen Sieg auf der neunten und letzten Etappe. Im Gelben Trikot distanzierte sie Kasia Niewiadoma-Phinney erneut und baute ihren Vorsprung auf eine Art und Weise aus, die kaum Zweifel daran ließ, wer die stärkste Fahrerin dieser Rundfahrt war.
Die Voraussetzungen für ein spektakuläres Finale hätten kaum besser sein können. Das Gelbe Trikot hing vor dem Start in Nizza am seidenen Faden, lediglich acht Sekunden trennten Vollering und Niewiadoma-Phinney. Erst am Vortag hatte die Niederländerin nach einem hochumstrittenen Finale die Gesamtführung übernommen, als ihre Teamkollegin Celia Gery die Polin im Moment von Vollerings Antritt blockierte.

Viermal Col d'Eze: Alles ist angerichtet für das große Duell

Mit maximaler Spannung und einer Rivalität, die Erinnerungen an 2024 weckte, als Niewiadoma-Phinney die Tour mit nur wenigen Sekunden Vorsprung gewann, ging es auf die entscheidende Etappe. Auf lediglich 99 Kilometern standen gleich vier Auffahrten zum Col d'Eze auf dem Programm – beste Voraussetzungen für ein großes Duell der beiden Kletterinnen.
Schon unmittelbar nach dem Start führte die Strecke bergauf. Auf der ersten Passage des Col d'Eze ging UAE Team ADQ mit Dominika Wlodarczyk und Maeva Squiban in die Offensive. Beide Attacken blieben jedoch erfolglos. Die enge Kontrolle im Feld und die Arbeit von Canyon//SRAM sorgten dafür, dass das Rennen zunächst zusammenblieb.
Auf der zweiten Auffahrt zum Col d'Eze übernahm Zoe Bäckstedt die Tempoarbeit und verkleinerte die Gruppe auf nur noch rund 20 Fahrerinnen. Das hohe Tempo wurde Marlen Reusser zum Verhängnis. Die zu diesem Zeitpunkt Drittplatzierte konnte nicht mehr folgen und verlor damit ihren Platz auf dem virtuellen Gesamtpodium.
Wenig später wurde die Situation für die Schweizerin noch bitterer. In der anschließenden Abfahrt kam Reusser zu Fall und verabschiedete sich damit endgültig aus dem Kampf um die vorderen Positionen im Gesamtklassement.
Nach der Kuppe musste auch Bäckstedt ihre Arbeit beenden und abreißen lassen. Gleichzeitig leitete Reussers Sturz eine taktisch geprägte Phase des Rennens ein.
Auf der dritten Auffahrt nutzte Isabella Holmgren die Zurückhaltung in einer Gruppe, in der niemand die Verantwortung für die Nachführarbeit übernehmen wollte, und setzte sich mit einer Attacke ab. In der Gruppe der Klassementfahrerinnen kontrollierte derweil Juliette Labous das Tempo für Vollering und hielt das Rennen für die Trägerin des Gelben Trikots unter Kontrolle.

Niewiadoma-Phinney attackiert – doch Vollering hat sofort eine Antwort

Auf der vierten und letzten Auffahrt zum Col d'Eze, die erstmals über die steilste Rampe des Tages führte, begann die entscheidende Phase. Antonia Niedermaier verschärfte für Niewiadoma-Phinney das Tempo und bereitete damit die erwartete Attacke ihrer Kapitänin vor.
Gleichzeitig schmolz Holmgrens Vorsprung von rund einer Minute auf den steilen Straßen oberhalb von Nizza zunehmend zusammen. 19 Kilometer vor dem Ziel war schließlich der Moment gekommen: Niewiadoma-Phinney griff an.
Doch Vollering reagierte umgehend. Anders als noch am Mont Ventoux wirkte die Niederländerin vollkommen souverän. Sie beantwortete nicht nur die Attacke ihrer großen Rivalin, sondern beteiligte sich anschließend sogar selbst an der Führungsarbeit – ein deutliches Signal, dass sie Niewiadoma-Phinneys Angriff problemlos verkraftet hatte.
Nur drei Kilometer später drehte Vollering den Spieß endgültig um. 16 Kilometer vor dem Ziel setzte die Trägerin des Gelben Trikots selbst zu einer verheerenden Attacke an – und diesmal hatte Niewiadoma-Phinney keine Antwort mehr.

Vollering beseitigt alle Zweifel und triumphiert in Nizza

Vollering machte im Gelben Trikot den entscheidenden Unterschied und sorgte damit auch sportlich für klare Verhältnisse. Nach den kontroversen Ereignissen des Vortages ließ ihre Vorstellung auf der Schlussetappe keinen Zweifel mehr daran, dass der Ausgang der Tour nicht von der umstrittenen Szene in Nizza abhängig sein würde.
Die Niederländerin vergrößerte ihren Vorsprung auf der Abfahrt zurück in Richtung Nizza weiter. Ihre Konkurrentinnen kamen nicht mehr heran, sodass Vollering allein dem großen Triumph entgegenfuhr.
Im Gelben Trikot krönte sie ihre Machtdemonstration schließlich mit dem Sieg auf der Schlussetappe und sicherte sich damit zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Gesamtsieg bei der Tour de France Femmes.
Hinter der überlegenen Siegerin sprintete Paula Blasi auf den zweiten Platz. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Rückstand auf Vollering allerdings bereits mehr als eine Minute.
Damit waren auch im Gesamtklassement die entscheidenden Positionen weitgehend geklärt. Vollering hatte die letzte Gelegenheit ihrer Rivalinnen nicht nur abgewehrt, sondern selbst zum Angriff genutzt – und ihre zweite Tour de France Femmes mit einem eindrucksvollen Solosieg im Gelben Trikot vollendet.

Ergebnisse Tour de France Femmes 2026, 9. Etappe:

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