Nach viel Ungewissheit steht Carlos Rodríguez’ Plan für die Saison 2026 nun fest.
INEOS Grenadiers hat bestätigt, dass der Spanier nächste Woche bei der Tour de la Provence ins Renngeschehen zurückkehrt – mit dem Ziel, später im Jahr sowohl die
Tour de France als auch die Vuelta a España anzupeilen.
Rodríguez ist seit Juli vergangenen Jahres nicht mehr gestartet, aufgrund seiner Verletzungen bei der letzten
Tour de France, die ihn zum Ausstieg auf Etappe 18 zwangen. Nach mehr als sechs Monaten Pause und angesichts der Verpflichtungen großer Talente wie Oscar Onley und Kevin Vauquelin gab es Gerüchte, der 25-Jährige könnte seinen Status im Team verlieren.
Ein mögliches Grand-Tour-Double
Im Gespräch mit
MARCA räumte das britische Team die Zweifel aus. Man bestätigte, dass Rodríguez weiterhin ein zentraler Baustein der Grand-Tour-Planung ist, auch wenn noch nichts zu 100 % feststeht.
Imanol Erviti, einer der Sportlichen Leiter bei
INEOS Grenadiers, erläuterte, dass das Team zwei Grand Tours für Rodríguez einplant – abhängig vom Genesungsverlauf. „Carlos Rodríguez steht auf der Longlist für die
Tour de France. Möglicherweise ist er auch bei der Vuelta a España dabei“, sagte Erviti.
Schafft er es im Juli ins Tour-de-France-Aufgebot, dürfte Rodríguez die Kapitänsrolle voraussichtlich mit Onley und Vauquelin teilen. Später in der Saison, bei der Vuelta a España, würde er wohl mehr Freiheiten für die Gesamtwertung erhalten.
Der Weg zurück: Provence, Paris–Nizza und Katalonien
Bevor es um dreiwöchige Rundfahrten geht, muss Rodríguez seine Beine testen. Sein Saisondebüt gibt er kommende Woche in Frankreich bei der Tour de la Provence (13.–15.02.). Es ist sein erster Einsatz seit über einem halben Jahr.
Anschließend wartet ein dichtes Programm mit zwei der wichtigsten einwöchigen Rundfahrten im Kalender: Paris–Nizza (08.–15.03.) und Volta a Catalunya (23.–30.03.).
Der Fahrplan zeigt, dass INEOS dem Spanier weiterhin zutraut, direkt zum Comeback auf höchstem Niveau zu konkurrieren. 2025 lief es für ihn holprig, ohne Sieg, doch er fuhr Top-10-Plätze bei der Volta a la Comunitat Valenciana, der Tour de Romandie und dem Critérium du Dauphiné ein.