Axel Laurance sorgte bei der
La Flèche Wallonne 2026 für einen der ungewöhnlichsten Momente, als er auf der Côte d’Ereffe kurzzeitig sein Rad verließ und die Steigung hinauflief – Szenen, die unweigerlich Erinnerungen an Chris Froomes berüchtigten Tour-de-France-Vorfall weckten.
Als das Rennen in die entscheidende Phase ging, war der
INEOS Grenadiers-Profi auf dem Anstieg neben seinem Rad laufend zu sehen, bevor er wieder aufstieg und weiterfuhr. Die Umstände waren weniger chaotisch als bei
Chris Froome während der
Tour de France, doch der visuelle Vergleich drängte sich auf.
Eine rare Szene im modernen Rennsport
Momente wie dieser sind im modernen Profiradsport selten geworden. Dank Materialwagen, Funk und Teamcars sind Fahrer normalerweise rasch wieder im Tritt. Im Fall von Laurance war die genaue Ursache zunächst unklar, doch das Bild eines Fahrers, der mitten im Rennen – wenn auch nur kurz – laufen muss, stach in einem ansonsten von Kontrolle und Positionskampf vor der Mur de Huy geprägten Klassiker deutlich hervor.
Froomes ikonischer Moment wirkt nach
Der Vergleich mit Chris Froome führt zwangsläufig zu einer der einprägsamsten Szenen der jüngeren Radsportgeschichte zurück: Damals musste der damalige Team-Sky-Kapitän im Maillot Jaune den Mont Ventoux hinauflaufen, nachdem er in einer der chaotischsten Etappen der modernen Tour de France ohne Rad dagestanden hatte.
Dieser Moment ist inzwischen Teil der Radsportfolklore und steht für die Unberechenbarkeit des Sports ebenso wie für die instinktiven Reaktionen der Fahrer unter Druck.
Laurances kurzer Lauf bei der Flèche Wallonne hatte wohl nicht dieselben Konsequenzen, erinnerte aber eindrücklich daran, wie selbst kontrollierte Rennen in Sekunden etwas völlig Unerwartetes hervorbringen können.
Das Axel-Laurance-Manöver gibt es im untenstehenden Video zu sehen.