„Als WorldTour-Profi hast du selten die Chance, einfach nur aus Spaß etwas zu machen“ – Wout van Aert genießt sein Renn-Comeback und den Sieg bei Marly Grav

Radsport
Sonntag, 10 Mai 2026 um 17:00
WoutVanAert
Wout van Aert ist heute beim Marly Grav in Valkenburg, Niederlande, ins Renngeschehen zurückgekehrt. Der Profi von Team Visma | Lease a Bike hat einen Monat nach seinem Sieg bei Paris–Roubaix nahtlos an die Erfolgsserie angeknüpft, einige prominente Namen distanziert und den Tag sichtlich genossen.

Wout van Aert feiert  Gravel-Comeback

„Ich habe mich im vergangenen Monat überhaupt nicht speziell darauf vorbereitet. Aber als WorldTour-Fahrer hat man nicht oft die Chance, einfach aus Spaß etwas zu fahren. Bei allen Gravel-Rennen, die ich bestritten habe, hatte ich großen Spaß – und genau das will ich heute wieder tun“, sagte van Aert im Gespräch mit Het Laatste Nieuws.
Van Aert, ein erfahrener Cross-Fahrer, ist auch auf Gravel kein Unbekannter. Die Kombination der Disziplinen und sein Hauptfokus auf die Straße lassen jedoch selten Spielraum für Starts abseits des Asphalts. Für das Rennen an diesem Sonntag passte alles zusammen – auch Weltmeister Florian Vermeersch stand nach einem ähnlichen Frühjahr und mit Blick auf die bevorstehende Tour de France am Start.
Van Aert beendete seine Frühjahrskampagne bei Paris–Roubaix mit einem karriereprägenden Sieg. Das gab ihm Zeit, sich körperlich und mental zu erholen – und vor dem traditionellen Höhentrainingslager im Mai, das der Vorbereitung auf die Tour de France dient, noch einmal eine Startnummer anzustecken.

Der Stärkste bei Marly Grav

Das Event vereinte zahlreiche erfahrene Gravel-Spezialisten mit Namen, die sonst auf Straße und im Cross um Siege kämpfen. Niels Vandeputte (Alpecin–Premier Tech) fuhr auf Rang zwei; doch van Aerts Dominanz war unübersehbar: Rund 25 Kilometer vor dem Ziel setzte er die entscheidende Attacke, auf die es keine Antwort mehr gab.
„Ich hatte das Gefühl, dass etwas in den Beinen steckt, also habe ich auf einen harten Moment im Rennen gewartet. Das war der richtige Zeitpunkt, um zu gehen“, erklärte er. „Ich bin weniger müde als vor einem Monat in Roubaix, aber es war ein harter Tag und auch wenn ich es genossen habe, habe ich richtig gelitten.“
Gleichwohl war ihm das Risiko im Gelände bewusst. Sein letztes Offroad-Rennen, die Exact Cross Mol, endete mit einem Sturz und einem Knöchelbruch. Ohne Druck konnte der Belgier das Rennen jedoch genießen und mit einem weiteren Motivationsschub in die anspruchsvolle nächste Phase starten.
„Eines meiner Ziele heute war, aus allem Ärger herauszubleiben. Hier zu stürzen, wäre es nicht wert gewesen.“
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