Die Gesamtklassement-Favoriten für den anstehenden Giro d’Italia absolvierten an diesem Freitag bei der
Tour of the Alps ihre Generalprobe. Zu den Topanwärtern, die ihre Form für die dreiwöchige Grand Tour feinjustierten, gehörte INEOS-Grenadiers-Profi
Thymen Arensman, der seit Tirreno–Adriatico nicht mehr im Einsatz war. Der Niederländer untermauerte seinen Status als Schlüsselfahrer für Italien mit Rang vier auf der Schlussetappe und
sicherte sich damit einen soliden dritten Gesamtrang.
Die Jagd auf einen entfesselten Pellizzari
Auf der entscheidenden Schlussetappe zeigte Arensman starke Beine, konnte jedoch die explosive Beschleunigung von
Giulio Pellizzari nicht parieren. Der Italiener setzte sich solo ab und zwang Arensman sowie die übrigen Favoriten zu gemeinsamer Verfolgungsarbeit.
Trotz Überzahl gelang es der Gruppe nicht, die Lücke bis ins Ziel zu schließen. Arensman vertraute auf seine Abfahrtsstärke, um noch Sekunden gutzumachen, räumte jedoch ein, dass Pellizzari an diesem Tag eine Klasse für sich war.
„In dem Moment denkst du nicht viel nach, du fährst einfach so schnell wie möglich, und Giulio war heute ein bisschen stärker“, erklärte Arensman in Zitaten, die von
Cyclism Actu gesammelt wurden.
„Es sah möglich aus, da wir zu dritt gegen ihn allein waren, Zeit gutzumachen, aber am Ende konnte er den Vorsprung halten. Wir hielten ihn relativ nah, und in der Abfahrt weiß ich, dass ich ziemlich schnell fahren kann, also dachte ich, ich würde noch etwas gutmachen, aber aus irgendeinem Grund baute er den Vorsprung wieder aus. Chapeau, das ist verdient.“
Das Schluss‑Podium der Tour of the Alps 2026
Feinschliff bis zum Start in Bulgarien
Die Tour of the Alps diente mehreren Gesamtwertungsanwärtern, darunter Michael Storer, Egan Bernal und Ben O’Connor, als ideales Testgelände, bevor der Giro d’Italia seine dreiwöchige Reise von Bulgarien nach Rom beginnt. Für Arensman ist ein Gesamtpodium ein starkes Signal, zumal ihm zuletzt Rennkilometer fehlten und das Profil dieser Vorbereitungsetappenfahrt speziell war.
Zwar weiß er, dass bis zum Grand‑Tour‑Start noch wichtige Arbeit bleibt, doch der Niederländer ist mit seinem aktuellen Formstand zufrieden. „Ich bin glücklich mit meiner Woche, zumal es kein Zeitfahren gab und ich lange nicht gefahren bin“, so Arensman. „Ich würde nicht sagen, dass ich übermäßig zuversichtlich bin, aber ich denke, alles verläuft planmäßig, und wir bauen weiter auf.“