„Alles beginnt bei null“: Jarno Widar will sich in seiner WorldTour-Debütsaison seinen eigenen Weg bahnen

Radsport
Dienstag, 13 Januar 2026 um 10:45
Widar
Der Einstieg von Jarno Widar in die WorldTour zählt zu den meist erwarteten Debüts des Jahres 2026. Nachdem er sich als herausragendes Juniorentalent einen Namen gemacht hatte, überzeugte der Belgier auch in zwei U23-Saisons mit rohem Potenzial. Gekrönt wurde diese Phase stilvoll mit einem U23-Europameistertitel. Nun folgt der nächste Schritt, und der Lotto-Intermarché-Youngster hat eine vielversprechende Zukunft vor sich.

Jarno Widar vor WorldTour-Debüt 2026 – Ziele geheim, Punch bereit

„Ich habe am 01.11. mit der Vorbereitung begonnen, und seither läuft alles reibungslos. Ich war noch nicht krank, also verläuft alles nach Plan“, berichtete Widar bei einem Medientag gegenüber Sporza.
Alle sind gespannt, wo Widar sein Können erstmals auf WorldTour-Niveau zeigt, doch der 20-Jährige hält seine Karten vorerst eng am Körper. „Ich habe immer Ziele, aber ich behalte sie für mich. Es ist ein bisschen ein Desaster, wenn ich sie laut ausspreche. Ich arbeite für mich daran und gebe mein Bestes.“
Widar startet seine Saison in Portugal mit der Figueira Classic und der Volta ao Algarve. Anschließend richtet er den Fokus auf die wallonischen Klassiker. „Die Amstel Gold Race fahre ich vorerst nicht, aber es könnte eine Option bleiben. Der Giro d’Italia ist danach kein Thema.“ Auch die Tour de France steht nicht auf dem Plan, die Vuelta a España könnte hingegen je nach Saisonverlauf möglich sein.

Vergleich mit Seixas

Ein Name fällt in Gesprächen über Widar fast immer: Paul Seixas. Der ein Jahr jüngere Franzose setzte als erster U23-Jahrgang bereits Akzente in der WorldTour und wurde bei der Elite-EM Dritter – nur knapp hinter Tadej Pogacar und Remco Evenepoel, zwei der Besten der Szene.
Warum Widar in Verbindung mit Seixas genannt wird? Widar schlug den Decathlon AG2R La Mondiale-Fahrer bei der Tour de l’Avenir zweimal, auch wenn er den Gesamtsieg verpasste, weil Seixas in beiden Bergzeitfahren stärker war. Ihre Wege werden sich zwangsläufig wieder kreuzen, doch Widar will seinen eigenen Kurs in der WorldTour setzen.
„Er hat es außergewöhnlich gut gemacht, aber er ist ein anderer Fahrertyp. Wir sind beide Kletterer, aber er ist eher ein Tempofahrer, während ich mehr der Puncher-Kletterer bin.“

Ein Traum wird wahr

Widars Explosivität ist seine Hauptwaffe in taktischen Finale. Das funktionierte bei den Junioren glänzend und auch in der U23. Reicht es, um sich im WorldTour-Peloton zu differenzieren?
„Alles beginnt bei null“, bleibt Widar bei Prognosen vorsichtig. „Du willst Ergebnisse, aber wenn ich einfach die beste Version meiner selbst werde, bin ich stolz auf mich.“
„Ich habe im Profipeloton noch nichts erreicht. Es ist eine neue Kategorie mit neuen Chancen. Ich freue mich darauf. Es ist ein Traum, der wahr wird. Als kleiner Junge habe ich davon geträumt, Profi zu werden. Jetzt passiert es. Der kleine Jarno wäre stolz“, schließt er.
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